Aktueller Bußgeldkatalog 2017: Welche Sanktionen erwarten Verkehrssünder in Deutschland?

Lohnt sich für Sie ein Einspruch gegen den Bußgeldbescheid?
Viele Bußgeldbescheide sind fehlerhaft!
Prüfen Sie jetzt kostenlos Ihre Möglichkeiten.
Hier klicken →

Herzlich Willkommen auf Bussgeldaktaloge.de! Bei uns finden Sie ausführliche Informationen zum Verkehrsrecht, wie zahlreiche Auszüge aus dem aktuellen Bußgeldkatalog 2017 für Pkw-, Lkw-, Bus- und Fahrradfahrer z. B. zu Geschwindigkeit, Abstand, Rote Ampel, Parken & Halten u. v. m. In unserem Bußgeldrechner können Sie sich außerdem alle Bußgelder, Punkte und Fahrverbote für Verkehrsverstöße komfortabel anzeigen lassen.

Die wichtigsten Bußgeldkataloge auf einen Blick:

Nutzen Sie auch unseren Bußgeldrechner!

Wie viele Punkte drohen? Wie hoch ist das Bußgeld? Unser Bußgeldrechner gibt eine erste Orientierung.

Wie viele Punkte drohen? Wie hoch ist das Bußgeld? Unser Bußgeldrechner gibt eine erste Orientierung.

Alle wichtigen, im aktuellen Bußgeldkatalog aufgeführten Sanktionen berücksichtigt auch unser Bußgeldrechner. Wollen Sie sich nach einer begangenen Ordnungswidrigkeit auf den bald kommenden Bußgeldbescheid mental vorbereiten und schon einmal die Sanktionen abschätzen, können Sie hierzu unseren Rechner nutzen.

Wählen Sie zunächst im oben stehenden Rechner einfach die entsprechende Kategorie aus, in der sich die von Ihnen begangene Ordnungswidrigkeit bewegt (Geschwindigkeit, Alkohol, Abstand, Ladung usf.). Hiernach können Sie weitere Angaben machen: Wie schnell fuhren Sie? Wie hoch war die Geschwindigkeitsbegrenzung? Das wievielte Mal sind Sie unter Alkoholeinfluss beim Fahren erwischt worden? Befinden Sie sich noch in der Probezeit? Fuhren Sie mit einem Pkw oder Lkw? Innerorts oder außerorts? u. v. m.

Der Rechner bezieht alle von Ihnen getroffenen Angaben ein und ermittelt anschließend, welche Sanktionen laut Bußgeldkatalog (BKat) für den jeweiligen Verstoß drohen.

Bitte beachten Sie: Ebenso wie der Bußgeldkatalog selbst können die Ergebnisse des Rechners nur als allgemeiner Richtwert verstanden werden! Die Entscheidungsgewalt liegt letztlich stets bei der für die Ordnungswidrigkeit zuständigen Behörde. Sie darf grundsätzlich im Einzelfall von den Vorgaben im Bußgeld- und Punktekatalog abweichen, wenn dies unter Berücksichtigung der Umstände angemessen erscheint. Das bedeutet etwa auch, das Bußgeld kann am Ende höher sein, als der BKat es festlegt.

Grundsatz des Verkehrsrechts

Der wichtigsten Regel im Verkehrsrecht, die für alle Verkehrsteilnehmer auf den Straßen ein Mindestmaß an Sicherheit herstellen soll, widmet sich die Straßenverkehrsordnung (StVO) gleich zu Beginn. In § 1 Absatz 1 StVO heißt es:

„Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme.“

Alle im Verkehrsrecht gebotenen Vorschriften basieren auf diesem Grundsatz. Doch nicht jeder Verkehrsteilnehmer hält sich immer an diese Vorgaben. Unaufmerksamkeit im Straßenverkehr, Stress und Zeitdruck können dann zu dem ein oder anderen Verstoß führen.

Um die Menschen auf das fehlerhafte Verhalten hinzuweisen und als Erziehungsmaßnahme, greifen die Behörden auf zahlreiche Sanktionen zurück. Im aktuellen Bußgeldkatalog 2017 ist aufgelistet, welcher Verstoß welche Folgen für den Verkehrssünder mit sich bringt. Dies sind neben Bußgeldern vor allem auch Punkte in Flensburg und Fahrverbote.

Rechtliche Grundlagen vom Flensburger Bußgeld- und Punktekatalog

Der Bußgeldkatalog reguliert in Deutschland bundesweit die Ahndung von Ordnungswidrigkeiten.

Der Bußgeldkatalog reguliert in Deutschland bundesweit die Ahndung von Ordnungswidrigkeiten.

Der Bußgeldkatalog (kurz: BKat) wird regelmäßig an die veränderten rechtlichen Bestimmungen angepasst. Er umfasst kurz und bündig alle theoretisch möglichen Verstöße gegen das geltende Verkehrsrecht und ordnet entsprechende Sanktionen zu. Doch welches sind eigentlich die Grundlagen, auf denen der Bußgeldkatalog basiert?

Allen voran steht dabei die Straßenverkehrsordnung, die das Verhalten im Straßenverkehr für alle Verkehrsteilnehmer – vom Kraftfahrzeugführer über den Radler bis hin zum Fußgänger – reguliert. Wichtige Vorschriften sind zum Beispiel die Vorfahrtsregeln, das Verhalten an Lichtzeichenanlagen (Ampeln) und Fußgängerüberwegen und Vorgaben zu Geschwindigkeitsbeschränkungen.

Neben diesen maßgeblichen Vorschriften finden sich auch weitere wichtige rechtliche Grundlagen, die für den Bußgeldkatalog von Bedeutung sind:

  1. Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO): Sie beschäftigt sich vor allem mit der technischen Beschaffenheit der am Verkehr teilnehmenden Fahrzeuge – auch hier nicht nur auf Kfz beschränkt. Grundlegend dürfen nur verkehrssichere Gefährte auf öffentlichen Straßen und Wege. Welchen Vorgaben Fahrzeuge hierfür genügen müssen, bestimmt die StVZO in allen Einzelheiten – von der Beleuchtung bis hin zu den Fahrzeugabmessungen.
  2. Fahrzeugzulassungsverordnung (FZV): In dieser Verordnung ist festgehalten, unter welchen Voraussetzungen und in welcher Form Fahrzeuge für den öffentlichen Straßenverkehr zugelassen werden können. Auch aus den hier gebotenen Bestimmungen ergibt sich die ein oder andere Verkehrsordnungswidrigkeit, die im Bußgeldkatalog aufgeführt ist (z. B. das Fahren ohne Betriebserlaubnis).
  3. Fahrerlaubnisverordnung (FeV): Hier wird bestimmt, welche Voraussetzungen die Fahrzeugführer selbst erfüllen müssen, um überhaupt erst eine Fahrerlaubnis zu erhalten und welche Vorgaben für die einzelnen Führerscheinklassen gelten.
  4. Straßenverkehrsgesetz (StVG): In diesem Gesetz sind teils ordnungswidrige, teils strafrechtlich relevante Regelungen für Verkehrsteilnehmer. Wichtige Vorgaben, die auch im Bußgeldkatalog eine große Rolle spielen, sind die Bestimmungen zum Fahren unter Alkoholeinfluss sowie zum Fahren ohne Fahrerlaubnis. Auch die zusätzlichen Sanktionen bei einem Verstoß in der Probezeit, die jeder Führerscheinneuling durchläuft, sind durch das StVG reguliert.
  5. Ordnungswidrigkeitengesetz (OWiG): Dieses Gesetz bildet die Grundlage für die Erhebung von Bußgeldern und die Festsetzung weiterer Sanktionen – etwa auch bei Tatmehrheit oder Tateinheit.
  6. Bußgeldkatalogverordnung (BKatV): Diese Verordnung reguliert den Bußgeldkatalog selbst. Sie bestimmt unter anderem wann Abweichungen von den festgesetzten Bußgeldern möglich sind und welche Sanktion für welchen Verstoß droht. Der Tatbestandskatalog, den das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) herausgibt, bildet eine entsprechende Ergänzung und soll vor allem den Behörden wesentliche Vereinfachung verschaffen.

Welche Verstöße umfasst der aktuelle Bußgeldkatalog 2017?

Regeln funktionieren nur, wenn Verstöße gegen diese auch Konsequenzen nach sich ziehen. Entsprechend der in den obigen Verordnungen und Gesetzen aufgestellten Vorschriften, finden sich im Bußgeldkatalog zu den jeweiligen Verstößen Angaben zum erwartbaren Bußgeld, der Anzahl der Punkte in Flensburg sowie ein ggf. drohendes Fahrverbot.

Die wichtigsten Kategorien im Bußgeld- und Punktekatalog aus Flensburg sind:

Der Bußgeldkatalog enthält auch Sanktionen für Fahrradfahrer, die sich nicht an die Verkehrsregeln halten.

Der Bußgeldkatalog enthält auch Sanktionen für Fahrradfahrer, die sich nicht an die Verkehrsregeln halten.

  • Alkohol- und Drogenverstöße im Straßenverkehr
  • Geschwindigkeitsverstöße
  • Abstandsverstöße
  • Vorfahrtsverstöße
  • Rotlichtverstöße
  • Überholverstöße
  • Park- und Halteverstöße
  • Verstöße gegen die Vorschriften zum Abbiegen, Wenden und Rückwärtsfahren

Auf unserer Plattform stellen wir Ihnen entsprechend der Kategorien jeweils eine spezifische Bußgeldtabelle zur Verfügung. Darüber hinaus finden Sie zu den wichtigsten Verstößen auch entsprechender Bußgeldrechner, mit deren Hilfe Sie einen ersten Eindruck von den zu erwartenden Sanktionen erhalten können.

Nicht enthalten hingegen sind Verkehrsstrafen. Das Wort „Strafe“ bezieht sich auf strafrechtliche Vorgänge. Die im Bußgeldkatalog erfassten Tatbestände jedoch sind als Ordnungswidrigkeiten zu werten und fallen damit nicht unter das Strafrecht. Ein entsprechender Strafenkatalog im Bereich Verkehr existiert nicht. Strafrechtliche Folgen für einzelne Vergehen im Straßenverkehr sind zum Teil im Straßenverkehrsgesetz, zum Teil im Strafgesetzbuch (z. B. fahrlässige Körperverletzung) enthalten.

Wie hoch sind die Bußgelder laut Bußgeldkatalog?

Eine pauschale Aussage zur Höhe von einem verhängten Bußgeld kann nicht getroffen werden. Die Bandbreite reicht von wenigen Euro etwa für einen Parkverstoß bis hin zu mehreren hundert Euro. So kann Sie das Überqueren eines Bahnübergangs bei geschlossener (Halb-)Schranke mit einem Kraftfahrzeug zum Beispiel laut Bußgeldkatalog 700 Euro kosten.

Weit höhere Bußgelder sind etwa möglich, wenn Sie wiederholt gegen die 0,5-Promillegrenze verstießen. Liegt das Bußgeld bei einem erstmaligen Verstoß noch bei 500 Euro, steigt dies beim zweiten und dritten Mal jeweils um weitere 500 Euro an.

Beachten Sie: Bei Geldbußen über 55 Euro wird regelmäßig ein Bußgeldverfahren eröffnet. Sie erhalten dann anschließend einen Bußgeldbescheid, in dem neben dem Bußgeld auch noch Gebühren und Auslagen (insgesamt zirka 28,50 Euro) für den Verwaltungsakt erhoben werden.

Bei Geldbußen bis 55 Euro kann die Behörde im Zweifel auch eine Verwarnung aussprechen – ein Angebot, das gerade bei Parkverstößen die Regel ist. Die Gebühren und Auslagen fallen dann nicht an. Nehmen Sie die Verwarnung nicht an und zahlen das verhängte Verwarnungsgeld nicht, wird ebenfalls ein Bußgeldverfahren eröffnet.

Wie viele Punkte drohen laut Katalog bei einem Verstoß?

Geblitzt: Drohen Punkte in Flensburg? Das verrät der aktuelle Bußgeld- und Punktekatalog.

Geblitzt: Drohen Punkte in Flensburg? Das verrät der aktuelle Bußgeld- und Punktekatalog.

Der vom KBA in Flensburg errichtete Bußgeld- & Punktekatalog enthält, wie bereits zuvor angemerkt, auch Angaben zu den im Falle eines Verstoßes anzusetzenden Punkteeintragungen im Fahreignungsregister (FAER).

Zum 1. Mai 2014 wurde das Punktesystem in Deutschland maßgeblich überarbeitet. Seit diesem Zeitpunkt genügen bereits acht – und nicht mehr wie zuvor 18 Punkte – für den Fahrerlaubnisentzug. Allerdings wurde mit der Punktereform einhergehend auch die Anzahl der zu erteilenden Punkte je Verstoß reduziert.

Seit der Reform des Punktesystems kann das KBA für einen im Bußgeldkatalog aufgeführten Verstoß nur noch maximal drei Punkte verhängen. Aber wann drohen laut Bußgeldkatalog wie viele Punkte? Dies richtet sich maßgeblich nach der Schwere des Verstoßes, wie Sie der folgenden Punktetabelle entnehmen können:

Ausmaß des VerstoßesPunkte in Flensburg
einfache Ordnungswidrigkeit0
verkehrsgefährdende und beeinträchtigende Ordnungswidrigkeiten1
Ordnungswidrigkeit mit verhängtem Fahrverbot oder Straftat ohne Fahrerlaubnisentzug2
Straftat mit Entziehung der Fahrerlaubnis3

Als einfache Ordnungswidrigkeiten können zum Beispiel Parkverstöße gelten oder aber geringfügige Geschwindigkeitsüberschreitungen bis einschließlich 20 km/h. Schwerwiegendere Verkehrsordnungswidrigkeiten sind laut Bußgeldkatalog etwa Geschwindigkeitsüberschreitungen ab 21 km/h oder aber Verstöße gegen die Vorfahrtsregeln. Für diese Tatbestände droht regelmäßig die Verhängung von einem Punkt.

Geschwindigkeitsüberschreitungen ab 41 km/h außerorts bzw. ab 31 km/h innerorts sind als verkehrsgefährdend einzustufen und führen regelmäßig zur Verhängung von einem mindestens einmonatigen Fahrverbot. Ähnlich verhält es sich etwa auch bei einem Alkoholverstoß (ohne besondere Gefährdung). Hierfür drohen laut Bußgeldkatalog in jedem Fall zwei Punkte in Flensburg.

Drei Punkte in Flensburg drohen laut Bußgeldkatalog zum Beispiel bei folgenden Straftaten:

Lkw-Fahrern drohen laut Bußgeldkatalog teils strengere Sanktionen - aufgrund der erhöhten Gefährdungslage.

Lkw-Fahrern drohen laut Bußgeldkatalog teils strengere Sanktionen – aufgrund der erhöhten Gefährdungslage.

  • Verkehrsgefährdung durch Fahren unter Alkoholeinfluss
  • Fahren bei einem Promillewert ab 1,1
  • fahrlässige Körperverletzung oder Tötung (etwa bei einem Unfall)
  • Fahrerflucht
  • unterlassene Hilfeleistung
  • Überqueren eines Bahnübergangs bei geschlossener Schranke
  • Fahren ohne Fahrerlaubnis (etwa auch während eines vollstreckten Fahrverbots)
Wichtig: Ein Punkt droht erst dann, wenn das verhängte Bußgeld für eine Ordnungswidrigkeit bei mindestens 60 Euro liegt. Dies gilt allerdings nicht für alle Verstöße, einige sind mit weit höheren Geldbußen sanktioniert, ohne dass der Bußgeldkatalog zusätzliche Punkte in Flensburg vorsieht.

Ob Sie nach einem Verstoß die Verhängung von Punkten befürchten müssen und wie viele Eintragungen Sie im Einzelfall erhalten, können Sie anhand unseres Bußgeldrechners einschätzen lassen. Er kann zusätzlich als Punkterechner die in Flensburg zu erwartenden Eintragungen im FAER ermitteln. Beachten Sie dabei jedoch, dass die Behörden und Gerichte im Einzelfall auch von den Vorgaben im Bußgeldkatalog abweichen können. Es handelt sich also nur um Richtwerte.

Wie lang dauert das Fahrverbot laut Bußgeldkatalog?

Neben Bußgeld und Punkten führt der BKat auch noch eine weitere Sanktion auf, die im Falle einiger schwerwiegender Verstöße droht: das Fahrverbot. Anders als beim Führerscheinentzug, bei dem der Betroffene seine Fahrerlaubnis dauerhaft abgeben muss – für mindestens sechs Monate – handelt es sich beim Fahrverbot um eine zeitlich stark begrenztes Verbot, Fahrzeuge im öffentlichen Verkehr zu führen.

Ein Fahrverbot kann entweder einen, zwei oder drei Monate lang andauern. Ähnlich der Punkte gilt hierbei: Je schwerer der Verstoß, desto länger dauert das im Bußgeldkatalog bestimmte Fahrverbot. Dabei trifft ein zusätzliches zeitweises Fahrverbot Ordnungswidrigkeiten, für die mindestens zwei Punkte verhängt werden.

Grundsätzlich kann auch im Einzelfall bei Verkehrsstraftaten von einem Führerscheinentzug abgesehen werden. Alternativ haben die Gerichte hierbei die Möglichkeit, ein zeitlich begrenztes Fahrverbot festzusetzen.

Der Bußgeldkatalog legt auch fest, wie hoch ein mögliches Fahrverbot ausfallen kann.

Der Strafkatalog legt auch fest, wie hoch ein mögliches Fahrverbot ausfallen kann.

Ein dreimonatiges Fahrverbot droht zum Beispiel bei Geschwindigkeitsüberschreitungen über 70 km/h außerorts bzw. ab 61 km/h innerorts sowie einem wiederholten Alkoholverstoß.

Zwei Monate Fahrverbot sieht der Bußgeldkatalog in Deutschland für Geschwindigkeitsübertretungen ab 61 km/h außerorts bzw. ab 31 km/h innerorts vor.

Ein erstmaliger Alkoholverstoß und Geschwindigkeitsüberschreitungen ab 21 km/h können zu einem einmonatigen Fahrverbot führen.

Zusätzliche Sanktionen für Fahranfänger in der Probezeit

Der Bußgeldkatalog, der von Flensburg aus die Sanktionen im gesamten Bundesgebiet beeinflusst, führt neben den oben aufgelisteten Sanktionen – Bußgelder, Punkte und Fahrverbote – auch zusätzliche für Fahranfänger, die gegen eine der zahlreichen Regeln im Verkehrsrecht verstoßen. Für die Sanktionierung sind die einzelnen Tatbestände in zwei Kategorien eingeordnet: A- und B-Verstöße.

Bei einem A-Verstoß handelt es sich um eine verkehrsgefährdende Ordnungswidrigkeit, B- Verstöße hingegen sind zwar immer noch als schwerwiegend einzuordnen, nicht aber zwangsläufig mit einer Verkehrsgefährdung verbunden. Alle Verstöße im Bußgeldkatalog sind in diese beiden Kategorien unterteilt. Allerdings findet eine Anrechnung auf die Probezeit erst statt, wenn das im Einzelfall verhängte Bußgeld bei 60 Euro und mehr liegt.

Je nachdem, wie viele A- und B-Verstöße ein Fahrer in seiner Probezeit auf seinem Konto ansammelt, sind zusätzliche Sanktionen wie die Probezeitverlängerung oder die Teilnahme an einem Aufbauseminar vorgesehen. Wichtig ist, dass diese Maßnahmen neben Punkten, Fahrverboten und Bußgeldern verhängt werden – sie ersetzen sie nicht.

Zudem droht ein Führerscheinentzug bei Führerscheinneulingen schon wesentlich schneller als bei den „alten Hasen“. Dieser ist nämlich nicht ausschließlich an das Punktekonto oder eine schwere Straftat gebunden, sondern kann auch schon vorzeitig bei Ansammlung zu vieler A- und B-Verstöße erfolgen.

Der folgenden Tabelle können Sie entnehmen, wann welche Sanktion – zusätzlich zu den nach Bußgeldkatalog festzusetzenden Bußgeldern, Fahrverboten oder Punkten – für Fahranfänger drohen können:

Anzahl der Verstöße 
in der regulären Probezeit
erster A-VerstoßProbezeitverlängerung um zwei weitere Jahre
+ Aufbauseminar (Pflicht)
zweiter B-VerstoßProbezeitverlängerung um zwei weitere Jahre
+ Aufbauseminar (Pflicht)
in der verlängerten Probezeit
erster A-VerstoßVerwarnung
+ Empfehlung zur Teilnahme an einer verkehrspsychologischen Beratung
zweiter B-Verstoß Verwarnung
+ Empfehlung zur Teilnahme an einer verkehrspsychologischen Beratung
zweiter A-Verstoß Entzug der Fahrerlaubnis für mindestens sechs Monate
zwei B-Verstöße + ein A-VerstoßEntzug der Fahrerlaubnis für mindestens sechs Monate
vierter B-VerstoßEntzug der Fahrerlaubnis für mindestens sechs Monate
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (56 Bewertungen, Durchschnitt: 4,23 von 5)
Loading...
Lohnt sich für Sie ein Einspruch gegen den Bußgeldbescheid?
Viele Bußgeldbescheide sind fehlerhaft!
Prüfen Sie jetzt kostenlos Ihre Möglichkeiten.
Hier klicken →