Der Lkw-Bußgeldkatalog – alles, was Lkw-Fahrer wissen müssen

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Ob Lkw, Laster, Lastwagen oder Brummi – für Lastkraftwagen bzw. Nutzfahrzeuge gibt es in Deutschland viele Bezeichnungen – und noch mehr Regeln. Lkws unterliegen in der Straßenverkehrsordnung (StVO) teilweise sehr speziellen Vorschriften, deren Nichteinhaltung mit Bußgeldern, Punkten und Fahrverboten sanktioniert wird.

In unseren Ratgebern erhalten Sie eine detaillierte Übersicht zu den Inhalten und Sanktionen des Lkw-Bußgeldkatalogs.

Bußgeldrechner: Geschwindigkeitsüberschreitung mit dem Lkw

Die wichtigsten Themen und Bußgeldkataloge für den Lkw

Lkws in Deutschland – Eine Übersicht

Der Lkw-Bußgeldkatalog  verschafft einen Überblick bzgl der Sanktionen für Lkws

Der Lkw-Bußgeldkatalog verschafft einen Überblick bzgl der Sanktionen für Lkws



Lkws sind von den deutschen Straßen nicht wegzudenken. Sie übernehmen die Hauptlast des Güterverkehrs im Land, ihre Insassen erleben einen Beruf, der zum einen die Freiheit der Straße und eine gewisse persönliche Unabhängigkeit mit sich bringt, zum anderen jedoch auch voller Entbehrungen ist.

Arbeiten fern der Heimat, schlafen auf Rastplätzen und Stress, wenn Staus und andere Verkehrsbedingungen den Zeitplan beschneiden. Zum Bußgeldkatalog haben Lkw-Fahrer zudem ein besonderes Verhältnis. Denn gerade für Führer von Lastkraftwagen wiegen die Nebenstrafen, wie beispielsweise Punkte im Verkehrsregister, noch einmal schwerer als für die meisten Pkw-Fahrer. Erhält ein Lkw-Fahrer ein Fahrverbot, kann das sogar die berufliche Existenz stark gefährden.

Die Lkw-Gewichtsklassen – von Schwer- bis Fliegengewicht

Entscheidend für die Kategorisierung eines Lkws oder Transporters sind meist das zulässige Gesamtgewicht, Nutzlast, die Maße und die Anzahl der Achsen sowie deren persönliche Achsenlast je nach Typ gelten für den einen Lkw andere Verkehrsregeln als für den anderen. Die StVO und auch der Bußgeldkatalog für Lkw, Transporter und Co. unterscheiden dabei zwischen vier Gewichtsklassen:

  • Bis 3,5 Tonnen: Kleinlaster, Kleintransporter und umgebaute Pkws. Die Nutzlast liegt dabei bei 0,5 bis 1,5 Tonnen.
  • Bis 7,5 Tonnen: leichte Lkws.
  • Bis 12 Tonnen: mittelschwere Lkws.
  • Bis 40 Tonnen: schwere Lkws als Hänger- oder Sattelzüge.
  • Bis 44 Tonnen: schwere Lkws als Hänger – oder Sattelzüge im Kombiverkehr. Die Achslast pro Achse darf dabei nicht 11,5 Tonnen liegen).

Kleintransporter, Sattelschlepper, Zugmaschinen – was gilt als Nutzfahrzeug?

Lastwagen können Nutzfahrzeuge unterschiedlicher Typen sein

Lastwagen können Nutzfahrzeuge unterschiedlicher Typen sein

Nutzfahrzeuge werden im allgemeinen Sprachgebrauch oft als Lkw oder Transporter bezeichnet. Doch es gibt zahlreiche Aufbauarten und insbesondere bei Kleintransportern sind sich die Verantwortlichen gar nicht immer sicher, ob Verkehrsverstöße ebenfalls nach dem Lkw-Bußgeldkatalog sanktioniert werden.

Nutzfahrzeuge für den Personentransport sind meist Klein- oder Omnibusse, die sowohl im öffentlichen Nahverkehr als auch für den betrieblichen Transport für Arbeitskräfte zum Einsatzort genutzt werden.

Nutzfahrzeuge zur Lastbeförderung sind zum einen leichte Transportfahrzeuge, die beispielsweise von Paketzustellern oder Handwerksbetrieben genutzt werden. Deren Gegenstück sind die Fahrzeuge des Schwerlastverkehrs. Sie sind die Klassiker unter den Lkws und prägen das allgemeine Bild. Die „Brummis“, transportieren in unterschiedlichen Formen und Größen Waren, Güter oder Benzin in die und in den Städten. Typische Beispiele für diese Fahrzeuge sind:

  • Autotransporter,
  • Kastenwagen,
  • Pritschenwagen,
  • Sattelschlepper,
  • Tankwagen,
  • Zugmaschinen,

Nutzfahrzeuge für Einsatzkräfte sind beispielsweise Militärtransporter, Mannschaftswagen der Polizei, Krankenwagen und Feuerwehrfahrzeuge. Meist transportieren diese Fahrzeuge Personen oder Lasten im Auftrag der Öffentlichkeit.

Gegenbeispiel: Als die Deutsche Post noch eine Behörde war und nicht zum privatwirtschaftlichen Sektor gehörte, waren Postautos dennoch keine Nutzfahrzeuge für Einsatzkräfte, sondern fielen – wie auch heute – in die Kategorie der Nutzfahrzeuge zur Lastbeförderung.

Die Voraussetzungen, um einen Lkw führen zu dürfen

Ein Lkw-Fahrer muss nicht nur die Voraussetzung der richtigen Führerscheinklasse erfüllen. Bei betrieblicher Nutzung ist eine zusätzliche Grundqualifikation von Nöten

Ein Lkw-Fahrer muss nicht nur die Voraussetzung der richtigen Führerscheinklasse erfüllen. Bei betrieblicher Nutzung ist eine zusätzliche Grundqualifikation von Nöten

Der Deutsche Speditions- und Logistikverband e.V. (DLSV) beklagt seit Jahren einen Fachkräftemangel der Branche und begründet diesen unter anderem mit dem gesellschaftlichen Stellenwert, den Berufskraftfahrer seiner Meinung nach haben. Dabei sind die Anforderungen, einen Lkw führen zu dürfen, gar nicht so niedrig. Schon die benötigte Führerscheinklasse muss meist extra erworben werden. Folgende Lkw-Führerscheinklassen gibt es:

Klasse C1: Sie berechtigt den Fahrer, einen Lkw bis 7,5 Tonnen und einen Anhänger bis 750 kg zu führen.

Klasse C1E: Hier darf der Fahrer ein Fahrer zusätzlich zum Lkw bis 7,5 Tonnen auch einen Anhänger führen der über 750 kg schwer ist. Das Gesamtgewicht darf dabei 12 Tonnen nicht übertreten, zudem darf der Anhänger nicht schwerer sein als das Leergewicht des Fahrzeugs.

Klasse C: Die Klasse C ist die klassische Lkw-Führerscheinklasse und erlaubt das Fahren von Lkws ohne Einschränkung beim Gewicht. Der Anhänger darf nicht schwerer als 750 kg sein.

Klasse CE: Sie erlaubt das Fahren eines Lkws mit Anhänger, der auch über 750 kg wiegen darf.

Klasse B: Bis 3,5 Tonnen kann gerade bei Kleintransportern auch der normale Pkw-Führerschein reichen. Für Nutzfahrzeuge zur Personenbeförderung muss dabei jedoch vom Fahrer auch der Personenbeförderungsschein mitgeführt werden.

Der Besitz der jeweiligen Führerscheinklasse allein reicht jedoch meist nicht aus. Seit 2009 gibt es das Berufskraftfahrerqualifikationsgesetz (BKrFQG). Wer seinen Lkw-Führerschein gewerblich nutzen möchte, braucht seitdem in der Regel eine spezielle Berufsausbildung mit Grundqualifikation und muss zudem alle fünf Jahre eine Weiterbildung besuchen. Auch der Führerschein muss ab einem bestimmten Alter alle fünf Jahre neu beantragt (aber nicht erworben) werden.
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