Autoreparatur: Was Sie dabei beachten sollten

Von bussgeldkataloge.de, letzte Aktualisierung am: 21. Oktober 2022

Zwar sind viele Kfz sehr robust, dennoch sind diese vor einem gewissen Verschleiß einzelner Bauteile nicht sicher. Auch Unfälle können dazu führen, dass ein Fahrzeug nicht mehr ordnungsgemäß funktioniert. Dann kommen Sie in aller Regel um eine Autoreparatur nicht herum. Doch wer zahlt eigentlich für die Kfz-Reparatur? Wann können Sie die Reparatur vom Auto selbst in die Hand nehmen? Diese und weitere Fragen beantwortet unser Ratgeber.

FAQ: Autoreparatur

Wer trägt die Kosten für die Autoreparatur?

Handelt es sich um einen Verschleiß, welcher nicht mehr unter die Garantie fällt, muss der Fahrzeughalter Autoreparaturen grundsätzlich selbst bezahlen. Anders sieht es aus, wenn ein Unfall zu den entstandenen Schäden geführt hat. Haben Sie an diesem keine Schuld oder besitzen Sie eine Vollkasko, so kommt die Versicherung für die anfallenden Reparaturkosten auf.

Was kann ich an meinem Auto alles selber reparieren?

Um bei einer Autoreparatur Kosten zu sparen, können Sie kleinere Schäden auch selbst ausbessern. Hierbei kommt vor allem die Behandlung von kleineren Lackkratzern in Betracht. Sind einzelne Teile des Kfz kaputt, kommen Sie in aller Regel nicht um einen Gang in die Werkstatt herum.

Wann lohnt sich die Autoreparatur nicht mehr?

Übersteigt der für die Autoreparatur angesetzte Kostenvoranschlag den Restwert des Fahrzeugs, so macht eine Reparatur in aller Regel wirtschaftlich keinen Sinn mehr. Sie können dann versuchen, den Wagen zu verkaufen oder müssen das Auto im schlimmsten Fall verschrotten lassen.

Wie lange darf eine Autoreparatur dauern?

Wie viel Zeit Autoreparaturen in Anspruch nehmen, hängt natürlich maßgeblich von den Schäden und der damit verbundenen Autopflege ab. Haben Sie den Eindruck, dass sich die Werkstatt unverhältnismäßig viel Zeit lässt, können Sie eine Frist für die Fertigstellung setzen. Wird diese vom Dienstleister nicht eingehalten, besteht unter Umständen ein Anspruch auf Schadensersatz.

Weitere Ratgeber zur Autoreparatur

Unterschiedliche Anbieter für Autoreparaturen

Unser Ratgeber liefert Ihnen alle wichtigen Informationen rund um die Autoreparatur.
Unser Ratgeber liefert Ihnen alle wichtigen Informationen rund um die Autoreparatur.

Der Motor läuft nicht mehr, der Wagen hat einen großen Kratzer oder die Inspektion steht mal wieder an: Es gibt viele Gründe, aus welchen Fahrzeughalter eine Werkstatt aufsuchen müssen. Da eine Autoreparatur schnell hohe Kosten mit sich bringt, sollten Sie einen geeigneten Anbieter wählen. Dazu haben Sie meist zwei Optionen, die wir Ihnen nachfolgend kurz erläutern wollen:

  • Vertragswerkstatt: Jeder Hersteller hat eigene Werkstätten, die auf die jeweiligen Modelle spezialisiert sind. Bei diesen Anbietern können Sie auch die vorgeschriebenen Inspektionen durchführen lassen, sodass Ihr Wagen als scheckheftgepflegt gilt. Da bei diesen Werkstätten fast ausschließlich Originalteile für die Autoreparatur verwendet werden, sind die Kosten hier meist höher als bei freien Anbietern.
  • Freie Werkstatt: Diese Werkstätten werden nicht von einem Hersteller betrieben und sind daher nicht auf bestimmte Fahrzeugtypen oder Modelle spezialisiert. Zudem verwenden freie Anbieter nicht immer die Originalteile, sodass Sie hierbei durchaus etwas sparen können. Gibt es allerdings ein spezifisches Problem bei einer bestimmten Marke, kann es sein, dass die freie Werkstatt nicht immer eine Lösung bieten kann.

Was können Sie beim Auto selbst reparieren?

Kleinere Autoreparaturen können Sie selbst durchführen.
Kleinere Autoreparaturen können Sie selbst durchführen.

Nicht jede kleine anstehende Autoreparatur bedeutet automatisch, dass Sie eine Werkstatt aufsuchen müssen. Viele kleinere Arbeiten können Sie auch selbst durchführen. So ist ein Ölwechsel in Eigenregie genauso eine Option wie die Ausbesserung kleinerer Kratzer im Lack.

Für letzteres müssen Sie sich eine Politur besorgen und können mit dieser die Stelle ausbessern. Natürlich sind die Ergebnisse nicht so makellos wie bei einer professionellen Lackreparatur, dennoch können Sie hierbei eine Menge Geld sparen.

Interessant: Bei kleineren Beschädigungen am Kfz, wie zum Beispiel einem Steinschlag, Dellen oder Lackkratzern, gibt es auch die sogenannte Smart Repair. Es handelt sich dabei um eine günstige Option der Autoreparatur, die als besonders schnell gilt. Damit lassen sich für gute Konditionen passable Ergebnisse erzielen.

Das Auto muss zur Reparatur: Welche Kosten Sie einplanen sollten

Steht eine unerwartete Autoreparatur an, kann das schon einmal ein Loch in die Haushaltskasse schlagen. Deswegen sollten Sie immer etwas Geld zurücklegen, falls mal etwas an dem Wagen kaputt geht.

Wie hoch bei einer Autoreparatur die Rechnung ausfällt, hängt natürlich von den Schäden und dem damit verbundenen Arbeitsaufwand der Werkstatt ab. Daher lohnt es sich durchaus, mehrere Angebote einzuholen und diese miteinander zu vergleichen. Dafür eignet sich ein Kostenvoranschlag.

Gut zu wissen: Wird der Kostenvoranschlag für die Autoreparatur um 20 Prozent oder mehr überschritten, muss Sie die Werkstatt darüber in Kenntnis setzen. Sie haben dann das Recht auf außerordentliche Kündigung. Teilt Ihnen die Werkstatt die höheren Kosten nicht mit, besteht häufig ein Anspruch auf Schadensersatz. Dann empfiehlt es sich, dass Sie Hilfe bei einem Anwalt zu der Autoreparatur bzw. den zu hohen Kosten einholen.

Autoreparatur: Wann die Versicherung für die Kosten aufkommt

Autoreparatur: Die Versicherung des Unfallverursachers übernimmt die Kosten.
Autoreparatur: Die Versicherung des Unfallverursachers übernimmt die Kosten.

Nicht immer müssen die Fahrzeughalter Autoreparaturen aus der eignen Tasche bezahlen. Ist ein Unfall ursächlich für die Beschädigungen, haftet die Versicherung des Unfallverursachers. Damit ein Fahrzeug in Deutschland für die Teilnahme am Straßenverkehr zugelassen wird, muss es nämlich über eine Haftpflichtversicherung verfügen.

Diese ist dafür zuständig, den Schaden des Unfallfahrzeugs des Geschädigten zu reparieren, sofern und soweit diesen kein Verschulden trifft. In aller Regel übernimmt die Versicherung also die Kosten für die Autoreparatur. Doch wie sieht es aus, wenn Sie selbst einen Unfall verschuldet haben?

Dann kommt es darauf an, ob Sie zusätzlich zur Haftpflichtversicherung noch eine Vollkasko abgeschlossen haben. Diese übernimmt in der Regel die Kosten für die Autoreparatur (meist inklusive Selbstbeteiligung).

Wichtig: Handelt es sich um einen Unfall mit Fahrerflucht, bei welchem der Täter nicht ausfindig gemacht werden kann, so bleiben Sie meist auf den Kosten sitzen. Eine Deckung ist nur in einigen Ausnahmefällen möglich, wenn dies über die Vollkasko-Versicherung ausdrücklich vertraglich vereinbart worden ist. Dasselbe gilt bei Vandalismus, wenn der Täter nicht identifizierbar ist. Versicherungsschutz hierfür kann meist sogar im Rahmen der Teilkasko-Versicherung als Zusatzleistung gebucht werden).

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