Halteverbot missachtet? So wird falsches Halten geahndet!

Lohnt sich für Sie ein Einspruch gegen den Bußgeldbescheid?
Viele Bußgeldbescheide sind fehlerhaft!
Prüfen Sie jetzt kostenlos Ihre Möglichkeiten.
Hier klicken →

Für viele Autofahrer ist es selbstverständlich, kurz anzuhalten, während der Beifahrer beispielsweise schnell ein Paket bei der Post abgibt und es sich nicht lohnt, einen Parkplatz zu suchen. Da ein solches Verhalten jedoch den Verkehrsfluss behindern und so andere Verkehrsteilnehmer in Gefahr bringen kann, wird es entsprechend geahndet. Folgende Sanktionen sind laut Bußgeldkatalog möglich, wenn Sie Ihr Fahrzeug trotz Halteverbot abstellen:

Bußgeldtabelle: Wie teuer kann falsches Halten werden?

VerstoßVerwarngeld
Nicht platzsparend halten10 €
Halten in zweiter Reihe15 €
… mit Behinderung20 €
Halten in/vor Feuerwehrzufahrten10 €
Halten im Fahrraum von Schienenfahrzeugen20 €
… mit Behinderung30 €
Halten
- an engen oder unübersichtlichen Stellen
- in scharfen Kurven
- auf Beschleunigungs- oder Verzögerungsstreifen
- im Bereich von Fußgängerüberwegen sowie bis zu fünf Meter davor
- an Taxiständen
- bis zu zehn Meter vor Lichtzeichen
- soweit es durch Markierungen, Lichtzeichen und Verkehrsschilder verboten ist
10 €
… mit Behinderung15 €

Bußgeldrechner: Was droht bei der Missachtung vom Halteverbot?

Sie wurden z. B. beim Parken im absoluten Halteverbot erwischt, haben mit Ihrem Auto nicht platzsparend gehalten oder ein eingeschränktes Haltverbot missachtet und fragen sich jetzt, was auf Sie zukommt? Auf den drohenden Bußgeldbescheid müssen Sie nicht warten, denn unser kostenloser Bußgeldrechner informiert Sie innerhalb von Sekunden darüber, mit welchen Ahndungen Sie rechnen müssen.

Parkverbot vs. Halteverbot: Wo liegen die Unterschiede?

Missachteten Sie ein Schild, welches ein absolutes Halteverbot ankündigt? Die Strafe besteht aus einem Verwarngeld.

Missachteten Sie ein Schild, welches ein absolutes Halteverbot ankündigt? Die Strafe besteht aus einem Verwarngeld.



Im Verkehrsrecht wird zwischen Halten und Parken differenziert. Wo die Unterschiede jedoch genau liegen, ist vielen Kraftfahrern nicht bewusst. Die Allgemeine Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrs-Ordnung (VwV-StVO) definiert das Halten wie folgt:

Halten ist eine gewollte Fahrtunterbrechung, die nicht durch die Verkehrslage oder eine Anordnung veranlaßt ist.“

Parken: Ein absolutes Halteverbot gestattet auch dies nicht.

Parken: Ein absolutes Halteverbot gestattet auch dies nicht.

Bringen Sie Ihr Auto also beispielsweise an einer roten Ampel, an einem Bahnübergang oder bei Stau zum Stehen, erfüllt dies nicht die gerade genannte Definition. Vielmehr muss das Fahrzeug aus freiem Willen gestoppt werden. Dies ist zwar auch beim Parken der Fall, hier spielt jedoch der Zeitfaktor eine tragende Rolle.

Der StVO zufolge greift die sogenannte Drei-Minuten-Regelung: Stellen Sie Ihr Auto für länger als drei Minuten ab, gilt dies als Parken. Auch das Verlassen des Fahrzeugs kann ein Anhaltspunkt dafür sein. Aber: Wenn Sie sich zwar außerhalb des Autos befinden, dieses jedoch im Blick haben und notfalls wegfahren könnten, verlassen sie dieses nicht automatisch.

Es handelt sich demnach nicht um Parken, sondern noch um Halten. Sobald dieser Vorgang allerdings mehr als drei Minuten in Anspruch nimmt, parken Sie.

Halten verboten: Wo herrscht ein Halteverbot?

Wo genau ein absolutes Halteverbot in Deutschland gilt, beschreibt § 12 StVO Absatz 1. Demzufolge ist das Halten an folgenden Stellen grundsätzlich nicht erlaubt:

  1. an engen und an unübersichtlichen Straßenstellen,
  2. im Bereich von scharfen Kurven,
  3. auf Einfädelungs- und auf Ausfädelungsstreifen,
  4. auf Bahnübergängen,
  5. vor und in amtlich gekennzeichneten Feuerwehrzufahrten.“

Hinzu kommt ein Park- sowie Halteverbot auf Kraftfahrstraßen und Autobahnen. Nur in Notfällen darf zudem auf dem Seitenstreifen gehalten werden. Bis zu 15 Meter vor einigen Verkehrsschildern gilt ebenfalls ein Halteverbot. Diese Vorschrift bezieht sich unter anderem auf das Stoppschild und das Andreaskreuz. Halten Sie sich nicht daran, droht möglicherweise ein Bußgeldbescheid.

Auch Verkehrszeichen können ein Halteverbot ankündigen

Halteverbotsschilder: Unsere Erklärung kann Sie vor einem Verwarngeld bewahren.

Halteverbotsschilder: Unsere Erklärung kann Sie vor einem Verwarngeld bewahren.

Neben den gerade genannten Vorschriften, wo laut StVO ein Haltverbot gilt, existieren zusätzlich Verkehrsschilder, die ein Halteverbot markieren. Dabei wird zwischen zwei Varianten unterschieden:

  1. Zeichen 286 (eingeschränktes Halteverbot)
  2. Zeichen 283 (absolutes Halteverbot)

Ein absolutes Halteverbotsschild verbietet es Kraftfahrern, generell auf der Fahrbahn zu halten, wobei ein beschränktes Halteverbot das Be- und Entladen, sowie Ein- und Aussteigen erlaubt.

Länger als drei Minuten dürfen Sie dort jedoch auch nicht halten. Wird das Halteverbot durch ein Schild ausgewiesen, so gilt dies nur für die jeweilige Straßenseite. Soll es einen größeren Bereich abdecken, kann in Deutschland mit dem Zeichen 290.1 eine Halteverbotszone angezeigt werden.

Um den genauen Geltungsbereich deutlich zu machen, kann das Schild zum Halteverbot mit einem Pfeil ausgestattet werden. Wenn dieser nach links zeigt, bedeutet dies in Bezug auf das Halteverbot den Anfang. Ab dieser Stelle darf nicht gehalten werden. Befindet sich hingegen auf der Fahrbahn ein Halteverbotsschild mit einem Pfeil, der nach rechts zeigt, bedeutet dies, dass das Halteverbot zu Ende ist.

Oft sind die Halteverbotsschilder in ihrer Bedeutung schwer einzuordnen. Verstehen Sie eines dieser Schilder falsch, können Sie sich schnell ein Verwarngeld einhandeln. Punkte in Flensburg drohen jedoch keine. Wird beispielsweise ein absolutes Halteverbot mit einem Pfeil auf dem Schild gekennzeichnet, der in beide Richtungen zeigt, sorgt dies bei vielen Fahrern für Verwirrung. Dies bedeutet jedoch lediglich, dass sich das Verkehrszeichen in der Mitte des Bereichs befindet, in dem ein Haltverbot herrscht.
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (59 Bewertungen, Durchschnitt: 4,40 von 5)
Loading...
Lohnt sich für Sie ein Einspruch gegen den Bußgeldbescheid?
Viele Bußgeldbescheide sind fehlerhaft!
Prüfen Sie jetzt kostenlos Ihre Möglichkeiten.
Hier klicken →

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.