Fahrradunfall ohne Helm – Diese Konsequenzen kommen auf Sie zu!

Im Vergleich zum Auto oder zu öffentlichen Verkehrsmitteln kann das Fahrrad mit so einigen Vorteilen punkten: preisgünstig, gut für die Gesundheit, unabhängig, klein und praktisch. Kommt es jedoch zum Unfall, ist es im Vergleich vor allem eins: Schwächer und damit gefährlicher für den Radfahrer. Insbesondere wenn der Fahrradunfall ohne Helm geschah – ob und was dies für rechtliche Folgen haben kann, lesen Sie im Folgenden.

Gibt es eine Helmpflicht in Deutschland?

Ein Fahrradunfall ohne Helm kann nicht nur Folgen für die Gesundheit haben.

Ein Fahrradunfall ohne Helm kann nicht nur Folgen für die Gesundheit haben.

Zwar wird es jedem Radler ans Herz gelegt, beim Fahren einen Fahrradhelm aufzusetzen. Eine tatsächliche Helmpflicht für das Fahrrad gibt es jedoch nicht in Deutschland. Weder müssen Kinder per Gesetz einen Kopfschutz tragen, noch wird auf Länderebene selbstständig etwas Ähnliches geregelt.

Haben Sie demnach einen Fahrradunfall ohne Helm, werden Sie dafür nicht belangt und Ihnen wird auch gemäß Verkehrsrecht keine Mitschuld zugesprochen.

Auch das generelle helmlose Fahren liegt in Ihrer eigenen Verantwortung. Sie müssen demnach gemäß Fahrrad-Bußgeldkatalog nicht mit Strafen rechnen – weder ein Bußgeld, noch gar andere Sanktionen wie Fahrverbot oder Punkte in Flensburg kann Sie dafür erhaschen.

Da Fahrradhelme jedoch ausdrücklich empfohlen sind, kann bei einem Fahrradunfall ohne Helm das Spiel mit den Versicherungen etwas komplizierter werden.

Fahrradsturz ohne Helm – Kann sich das auf meinen Versicherungsschutz auswirken?

Schauen Sie in Ihrer Police nach, wie Ihr Anbieter einen Fahrradsturz ohne Helm handhabt.

Schauen Sie in Ihrer Police nach, wie Ihr Anbieter einen Fahrradsturz ohne Helm handhabt.

Gesundheitsexperten weisen immer wieder darauf hin, dass das Tragen eines Fahrradhelms den Radfahrer ungleich sicherer macht, als wenn er das gute Stück zu Hause lässt. Zudem gibt es immer wieder Studien, die belegen, dass Kopfverletzungen beim Fahrradunfall ohne Helm sehr viel schwerer ausfallen können. In diesem Fall sind die Unfallopfer nicht selten auf die Leistungen ihrer Unfallversicherung angewiesen.

Daher stellt sich die Frage, ob die Versicherung bei einem Fahrradunfall ohne Helm mit den gleichen Leistungen greift, als wenn der Betroffene einen Kopfschutz getragen hätte.

Da es keine Helmpflicht gibt, spielt dieser Umstand jedoch für viele Unfallversicherungen keine Rolle.

Stichwort ist hier viele. Um sicher zu gehen, sollten Sie einen Blick in Ihren Versicherungsvertrag werfen, wo die Leistungen sowie die Ausschlüsse aufgeführt sind.

Sind diese dort nicht eindeutig formuliert, können Sie sich in der Regel ohne Probleme an Ihren Anbieter wenden und um eine genaue Auskunft bitten.

Fahrradunfall ohne Helm – Greift die Haftpflicht, wenn Schäden an fremdem Eigentum entstanden?

Eine Haftpflichtversicherung ist als Kfz-Versicherung zwar für das Auto Pflicht, nicht aber für das Rad. Dennoch ist der Abschluss einer solchen auch in diesem Fall empfehlenswert, da Sie ein direkter Teilnehmer des öffentlichen Straßenverkehrs sind. Unfälle können dabei immer passieren.

Wenn Sie einen Fahrradunfall ohne Helm haben und fremdes Eigentum beschädigen, greift in der Regel Ihre private Haftpflichtversicherung. Häufig wird dabei der Anbieter nicht darauf schauen, ob Sie bei dem Unfall einen Helm auf Ihrem Kopf trugen oder nicht.

In Einzelfällen kann es aber sein, dass die Haftpflicht doch auf eine Teilschuld setzt und 50 Prozent der Kosten von Ihnen verlangt. Auch hier kommt es darauf an, was in Ihrer Police vereinbart wurde.
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