Reifenkennzeichnung: Symbole an den Rädern

Von bussgeldkataloge.de, letzte Aktualisierung am: 19. November 2020

Für die Sicherheit im Straßenverkehr sind gute Reifen unerlässlich. Sie müssen den Anforderungen des Fahrzeugs entsprechen und auch so einigen Anforderungen standhalten. Was Sie direkt vom Reifen ablesen können und was die Reifenkennzeichnung bedeutet, erfahren Sie hier im Ratgeber.

Bußgeldtabelle: Reifen

TatbestandBußgeldPunkte
Sie sind ohne Winterreifen gefahren, obwohl winterliche Witterung herrschte60 €1
... und haben andere dadurch behindert80 €1
... und haben andere dadurch gefährdet100 €1
... und haben dadurch einen Unfall verursacht120 €1
Sie haben ein Mofa in Betrieb genommen, obwohl es nicht die vorgeschriebenen Profilrillen oder die erforderliche Profiltiefe aufweist90 €1
Sie haben als Halter die Inbetriebnahme eines Mofas angeordnet, obwohl es nicht die vorgeschriebenen Profilrillen oder die erforderliche Profiltiefe aufweist35 €
Sie haben ein anderes Kfz als ein Mofa oder einen Anhänger in Betrieb genommen, obwohl es bzw. er nicht die vorgeschriebenen Profilrillen oder die erforderliche Profiltiefe aufweist60 €1
Sie haben als Halter die Inbetriebnahme eines Kfz, welches kein Mofa ist, oder eines Anhängers angeordnet, obwohl es bzw. er nicht die vorgeschriebenen Profilrillen oder die erforderliche Profiltiefe aufweist75 €1

FAQ: Reifenkennzeichnung

Was besagt die Reifenkennzeichnung?

Durch sie lassen sich bspw. Sommer- und Winterreifen sowie Allwetterreifen voneinander unterscheiden. Der Geschwindigkeitsindex gibt Auskunft über die zulässige Höchstgeschwindigkeit.

Welche Informationen enthält die Reifenkennzeichnung noch?

Die einzelnen Symbole und Zeichen lassen u. a. auf die Reifenbreite, die Bauart, den Tragfähigkeitsindex und die Laufrichtung schließen. Außerdem besitzt jeder Reifen eine DOT-Kennzeichnung.

Was bedeutet die DOT-Kennzeichnung?

Die Informationen zur DOT-Nummer haben wir für Sie in einem extra Abschnitt zusammengefasst.

Weitere Informationen zur Reifenkennzeichnung

Wozu dient an den Reifen die Kennzeichnung?

Die Reifenkennzeichnung enthält wichtige Informationen über das Rad.
Die Reifenkennzeichnung enthält wichtige Informationen.

Reifen sind nicht alle gleich. Neben Sommer- und Winterreifen unterscheiden sich auch Reifen vom selben Typ untereinander. All die großen und kleinen Unterschiede müssen von außen erkennbar sein. Genau dazu dient die Kennzeichnung von Reifen.

Die hier verzeichneten Daten sind nicht sofort für jeden erkennbar, sondern in einer kryptisch anmutenden Zeichenfolge verschlüsselt. Auf die einzelnen Merkmale und darauf, wo Sie die Angabe dazu finden können, gehen wir im Folgenden ein.

Wie ist am Pkw-Reifen die Kennzeichnung zu lesen?

Schon beim Kauf der Reifen ist die Kennzeichnung wichtig.
Schon beim Kauf der Reifen ist die Kennzeichnung wichtig.

Verschiedene wichtige Parameter sind am Reifen als Kennzahlen angegeben. Daraus resultiert eine lange Folge von Symbolen, denen Folgendes zu entnehmen ist:

  1. Reifenbreite: Die ersten Ziffern geben die Breite des Reifens in Millimetern an.
  2. Verhältnis von Höhe zu Breite des Reifens: Diese meist zweistellige Zahl steht für das prozentuale Verhältnis der Höhe des Reifens zu seiner Breite.
  3. Bauart: Ein Buchstabe gibt die Bauart der Karkassen als Radial- oder Diagonalreifen an.
  4. Felgendurchmesser: Die Zahlen weisen den Innendurchmesser des Rads bzw. den notwendigen Außendurchmesser der Felge in Zoll an.
  5. Tragfähigkeitsindex: Die maximale Last für ein Rad kann in der Tragfähigkeitstabelle unter dieser Nummer nachgeschlagen werden.
  6. Geschwindigkeitssymbol (Speed-Index): In der Speed-Index-Tabelle kann unter diesem Kennbuchstaben die maximale Geschwindigkeit ermittelt werden.
  7. Laufrichtung: Die Pfeile zeigen die korrekte Laufrichtung der Reifen an.
  8. Witterungskennzeichen: M+S kennzeichnet schnee- und schlammtaugliche (mud and snow) Reifen. Eine andere Kennzeichnung ist hier ebenfalls möglich.
  9. E-Prüfzeichen: In der EU hergestellte Reifen führen das E-Kennzeichen und dahinter die Nummer des entsprechenden Herstellungslandes.
  10. DOT-Nummer: Diese Kennnummer des US-amerikanischen Department of Transportation (DoT) verschlüsselt eine ganze Reihe an Informationen, die weiter unten erläutert werden.
Eine Reifenkennzeichnung sieht dann zum Beispiel so aus:

210/65 R 15 90 W >>>>>>>>>>>>> M+S E2

Die 12-stellige DOT-Nummer ist von dieser Reifenkennzeichnung abgesetzt.

Was bedeutet die DOT-Kennzeichnung bei Reifen?

Während die Autoreifenkennzeichnung, wie sie im Gummi der Flanke der Reifen zu finden ist, eine Vorschrift des europäischen Marktes ist, ist die DOT-Kennzeichnung für den US-amerikanischen Markt unerlässlich. Im Gegensatz zur EU-Kennzeichnung sind auch das Herstellungswerk und das Herstellungsdatum auf dieser Autoreifenkennzeichnung vermerkt.

Besonders interessant für deutsche Autofahrer sind die letzten vier Ziffern der DOT-Kennzeichnung. Diese stehen für die Kalenderwoche und das Jahr der Herstellung. So können Sie, auch wenn Sie gebrauchte Reifen kaufen, sicher sein, wie alt die Reifen sind.

Reifenkennzeichnung für Allwetterreifen und andere Witterungen

Auch für Motorräder ist die Reifenkennzeichnung von Bedeutung.
Auch für Motorräder ist die Reifenkennzeichnung von Bedeutung.

Bei Allwetter- und Winterreifen ist die Kennzeichnung für die Witterung wie bei anderen Reifen auch Teil der üblichen Reifenkennzeichnung. Neben dem oben erwähnten „M+S“ gibt es noch andere Reifenbezeichnungen, die für die verschiedenen Tauglichkeiten des Reifens stehen. Ab 2018 produzierte Winter- bzw. Allwetterreifen sind allerdings nur zulässig, wenn sie mit dem Alpine-Symbol gekennzeichnet sind.

An derselben Stelle kann beispielsweise auch ein R stehen. Diese Reifen sind dann verstärkt und für Lastfahrzeuge geeignet. Von der Allwetterreifen- und Winterreifen-Kennzeichnung „M+S“ kann kein rechtssicherer Rückschluss auf den Reifen gezogen werden. So kann auch auf Sommerreifen die Kennzeichnung „M+S“ vorkommen.

Wie schnell kann der Reifen fahren: Kennzeichnung für Geschwindigkeit

Ein weiterer wichtiger Wert in der Reifenkennzeichnung ist der Speed-Index. Der Buchstabe am Ende der ersten Zeichenkolonne steht für eine bestimmte Geschwindigkeit, die mit diesem Reifen nicht überschritten werden darf. Sonst könnten die Zentrifugalkräfte, die beim Drehen auf das Rad wirken, den Mantel zerstören.

In der folgenden Tabelle sehen Sie den jeweiligen Geschwindigkeits-Index.

Ge­schwin­dig­keits-In­dexkm/h
A15
A210
A315
A420
A525
A630
A735
A840
B50
C60
D65
E70
F80
G90
J100
K110
L120
M 130
N140
P150
Q160
R170
S180
T190
U200
H210
V240
VR>210
W270
ZR>240
Y300
(Y)>300

Zu schnell mit den falschen Reifen zu fahren, kann sehr gefährlich werden. Ein Reifenschaden bei hoher Geschwindigkeit kann mitunter fatale Folgen haben. Deswegen sollte der Geschwindigkeitsindex bei der Reifenkennzeichnung stets beachtet werden.

Welcher Index angemessen ist, ist keine Frage des Fahrstils. Ein angemessener Index orientiert sich an der maximalen Leistung des Fahrzeugs und dem Fahrzeugtyp.
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (28 Bewertungen, Durchschnitt: 4,20 von 5)
Reifenkennzeichnung: Symbole an den Rädern
Loading...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.