Fahrtauglichkeitsuntersuchung: Wer wird untersucht und was wird getestet?

Die Fahrtauglichkeit jedes einzelnen Verkehrsteilnehmers ist notwendige Voraussetzung für dessen Teilnahme am Straßenverkehr. Hierunter fallen sowohl bestimmte körperliche als auch geistige Fähigkeiten. Nur wenn diese vorhanden sind, ist davon auszugehen, dass ein Fahrzeug sicher bewegt werden kann, ohne Unfälle zu verursachen. Deshalb gibt es die Fahrtauglichkeitsuntersuchung, um die Fahreignung zu prüfen.

Wenn die Fahrtauglichkeit auf den Prüfstand gestellt wird

Beratung und Untersuchungen werden im Rahmen der Fahrtauglichkeitsuntersuchung von erfahrenen Verkehrsmedizinern durchgeführt.

Beratung und Untersuchungen werden im Rahmen der Fahrtauglichkeitsuntersuchung von erfahrenen Verkehrsmedizinern durchgeführt.

Nicht zu verwechseln sind Fahrtauglichkeitstest und Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU). Denn letztere wird in der Regel nur im Rahmen der Wiedererteilung des Führerscheins verordnet. Erstere ist hingegen für die Erteilung der Fahrerlaubnis oder deren Verlängerung vonnöten.

Während der Sehtest für alle Führerscheinklassen Pflicht ist, muss eine ärztliche Untersuchung für die Klassen A, A1, A2, AM, B, BE, L, T nur in begründeten Fällen absolviert werden.

Wie die Fahrtauglichkeitsuntersuchung in der Praxis durchgeführt wird bzw. durch welche Krankheitsbilder die Fahreignung beeinträchtigt wird, können Sie in unserem Ratgeber nachlesen. Außerdem informieren wir Sie auch darüber, was für LKW-Fahrer in diesem Zusammenhang gilt.

Fahrtauglichkeitsprüfung für Senioren

Der Wunsch, eigenständig am Straßenverkehr teilzunehmen und dadurch auch im hohen Alter weiterhin mobil zu bleiben, ist bei vielen Senioren gegeben. Jedoch sind jüngeren Verkehrsteilnehmern Rentner am Steuer mitunter ein Dorn im Auge.

Aber laut Unfallstatistiken besteht mit zunehmendem Alter eines Verkehrsteilnehmers nicht zwingend ein erhöhtes Verkehrsrisiko. Entscheidender als das Lebensalter ist laut Experten ohnehin der Gesundheitszustand. Häufig könne ein hohes Alter durch die langjährige Fahrroutine kompensiert werden.

Ob die Gesundheit der Fahrerlaubnis entgegensteht, kann mit Hilfe vom Fahrtauglichkeitstest untersucht werden. Bisher ist die genannte Maßnahme für Rentner in Deutschland jedoch nicht verpflichtend.

Gesetzlich vorgeschrieben ist eine Fahrtauglichkeitsuntersuchung für Senioren bisher nicht.

Gesetzlich vorgeschrieben ist eine Fahrtauglichkeitsuntersuchung für Senioren bisher nicht.

Folglich können Senioren die Entscheidung, an einer Fahrtauglichkeitsprüfung teilzunehmen, nur aus eigener Überzeugung treffen.

Allerdings wird älteren Autofahrern empfohlen, freiwillige Termine zur ärztlichen Untersuchung in regelmäßigen Abständen wahrzunehmen.

Vor allem bei Verdacht auf Verschlechterung des Sehvermögens sollten Fahrzeugführer hohen Alters ärztlichen Rat einholen.

Inhalte der Fahrtauglichkeitsprüfung beim TÜV

Wer sich im Alter fragt, ob er den Anforderungen im komplexen Geschehen des Straßenverkehrs noch gewachsen ist, kann auf freiwilliger Basis zum Beispiel beim TÜV Nord am sogenannten Mobilitäts-Check teilnehmen. Neben einer leistungspsychologischen Untersuchung besteht auch die Möglichkeit, sich von einem Verkehrsmediziner untersuchen und beraten zu lassen. So lässt sich unverbindlich herausfinden, ob die eigenen Befürchtungen begründet oder unbegründet sind.

Grundsätzlich wird bei dieser Form der Fahreignungsuntersuchung folgendes getestet:

  • Belastbarkeit und Reaktionsschnelligkeit
  • Aufmerksamkeits- und Konzentrationsvermögen
  • Schnelligkeit und Sicherheit hinsichtlich der Gewinnung eines Gesamtüberblicks

Fahrtauglichkeitsuntersuchung bei LKW-Fahrern

Besondere Regelungen gelten für die Führerscheinklassen C, CE, C1, C1E, D, DE, D1, D1E. Hintergrund ist, dass die genannten Lizenzen in einem regelmäßigen Zyklus alle fünf Jahre verlängert werden müssen. Wie bei der Ersterteilung der Fahrerlaubnis wird auch beim Verlängern des Führerscheins vom Gesetzgeber eine Fahrtauglichkeitsuntersuchung gefordert.

Bei der Fahrtauglichkeitsuntersuchung ist zu prüfen, ob wegen schwerwiegenden Krankheitsbildern die Fahrtauglichkeit gefährdet ist.

Bei der Fahrtauglichkeitsuntersuchung ist zu prüfen, ob wegen schwerwiegenden Krankheitsbildern die Fahrtauglichkeit gefährdet ist.

Ziel ist es zu überprüfen, ob möglicherweise in der Zwischenzeit Krankheiten aufgetreten sind, die es einem Berufskraftfahrer unmöglich machen würden, einen LKW nach wie vor sicher im Straßenverkehr zu führen.

Da insbesondere das Sehvermögen zur Fahrsicherheit beiträgt, müssen LKW-Fahrer im Rahmen der Verlängerung ihres Führerscheins alle fünf Jahre einen Sehtest ablegen. Aber welche Krankheitsbilder sorgen überhaupt für einen Verlust der Fahreignung? Die folgende Liste zeigt einige Beispiele:

  • schwerwiegende Erkrankungen im Lungen- und Bronchialbereich
  • Behinderungen im Bewegungsapparat des Fahrers
  • psychische Erkrankungen wie beispielsweise eine Depression
  • eingeschränktes Hör- und Sehvermögen
  • wenn tagsüber ausgeprägte Müdigkeitserscheinungen auftreten

Während Fahranfänger, die zum ersten Mal den Führerschein beantragen, den Sehtest entweder beim Optiker oder einem Augenarzt machen können, sind Fahrer von LKW gesetzlich verpflichtet, sich einer augenärztlichen Fahrtauglichkeitsuntersuchung zu unterziehen. Die Teilnahme ist in Form einer Bescheinigung nachzuweisen, welche Auskunft über das Sehvermögen gibt.

Fallen im Rahmen der Fahrtauglichkeitsuntersuchung Kosten an?

Wie teuer eine Fahrtauglichkeitsuntersuchung im Einzelfall ist, lässt sich nicht pauschal vorhersagen. Ähnlich wie beim Bußgeld oder Verwaltungskosten variieren die Preise zum Teil je nach Bundesland und zuständiger Behörde. Außerdem ist es entscheidend, in welchem Umfang Untersuchungen vorgenommen werden.

Wie hoch bei einer Fahrtauglichkeitsuntersuchung die Kosten sind, hängt vom Bundesland und der Behörde ab.

Wie hoch bei einer Fahrtauglichkeitsuntersuchung die Kosten sind, hängt vom Bundesland und der Behörde ab.

In jedem Fall sollten Verbraucher im Vorfeld vergleichen, welche Leistungen bei welchem Arzt wie teuer sind,

denn die Finanzierung der Fahrtauglichkeitsuntersuchung hat der Fahrzeugführer selbst zu tragen.

Versicherungen beteiligen sich an den entstehenden Kosten in aller Regel nicht.

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