Kennzeichen ändern: Wann besteht diese Option?

Jedes Fahrzeug, das im öffentlichen Straßenverkehr zugelassen ist, benötigt ein Kennzeichen. Die Zuteilung eines solchen soll eine Identifizierung des Halters ermöglichen. Sollte sich dieser beispielsweise einen Verkehrsverstoß leisten, kann er durch das Nummernschild ermittelt und die Regelmissachtung entsprechend geahndet werden. Wann Kraftfahrer das Kennzeichen Ihres Kfz ändern können oder sogar müssen, lesen Sie im Ratgeber.

Die häufigsten Gründe für eine Kennzeichenänderung

Wann müssen Autofahrer ihr Kennzeichen ändern?

Wann müssen Autofahrer ihr Kennzeichen ändern?

Im Folgenden haben wir Ihnen eine Liste von Situationen zusammengestellt, in denen sich einige Fahrer fragen, ob sie ihr Kennzeichen ändern können oder ob sogar eine Pflicht dazu besteht:

  • Sie sind mit Ihrem alten Kennzeichen nicht mehr zufrieden: Es ist keine Seltenheit, dass sich so mancher Autofahrer stark mit dem Nummernschild seines Fahrzeugs identifiziert. Die einen lassen beispielsweise ihr Geburtsdatum in die Kombination aus Zahlen und Buchstaben einfließen, bei anderen handelt es sich wiederum um den Jahrestag einer Beziehung oder ähnliches. Geht Letztere allerdings in die Brüche, ist es nur allzu verständlich, dass Sie Ihr Kfz-Kennzeichen ändern möchten. In diesem Fall bietet sich ein Wunschkennzeichen an, das Sie bei der zuständigen Zulassungsstelle beantragen können.
  • Der Halter des Fahrzeugs hat sich geändert: Haben Sie ein gebrauchtes Fahrzeug erworben, das vorher auf einen anderen Halter zugelassen war, sind Sie dazu verpflichtet, das Kennzeichen ändern zu lassen. Diese Vorschrift ist in § 13 Absatz 4 der Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV) definiert. Schließlich müssen die Daten im Fahrzeugregister stets auf dem neuesten Stand sein, um bei Verstößen gegen geltendes Verkehrsrecht auch den tatsächlichen Halter ermitteln zu können.
  • Sie sind in einen anderen Zulassungsbezirk umgezogen: Hat sich aufgrund eines Umzugs der Zulassungsbezirk verändert, haben Sie als Fahrzeughalter ebenfalls die Pflicht, Ihr Kfz umzumelden. Dies dient einerseits der Aktualisierung der Daten im Fahrzeugregister, andererseits ändert sich durch einen Umzug möglicherweise auch die zu zahlende Versicherungsprämie, da diese abhängig vom Wohnort ist. Dies bedeutet jedoch nicht automatisch, dass Sie auch Ihr Kennzeichen ändern müssen.

Bei einem Umzug müssen Sie Ihr Kennzeichen nicht ändern.

Bei einem Umzug müssen Sie Ihr Kennzeichen nicht ändern.

Seit dem 1. Januar 2015 haben Sie die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, ob Sie Ihr Nummernschild bei einem Umzug in einen anderen Zulassungsbezirk behalten oder ändern möchten. Beschließen Sie, keinen Wechsel vorzunehmen, entbindet Sie dies allerdings nicht von der Pflicht, Ihr Fahrzeug umzumelden! Schließlich kann die zuständige Behörde Ihnen nach einer möglichen Zuwider­handlung im Verkehr keinen Bußgeldbescheid zukommen lassen, wenn Ihre aktuelle Adresse der jeweiligen Zulassungsstelle nicht vorliegt.

Was brauchen Sie, um Ihr Autokennzeichen zu ändern?

Möchten Sie Ihr Kennzeichen ändern, müssen Sie dies bei der für Sie zuständigen Zulassungsstelle tun. Welche das genau ist, richtet sich nach Ihrem Wohnort. Die folgenden Unterlagen sollten Sie im Original mitbringen:

  • einen gültigen Personalausweis bzw. Reisepass,
  • die Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein) sowie die Zulassungsbescheinigung Teil II (Fahrzeugbrief),
  • einen aktuellen TÜV-Bericht,
  • Ihre elektronische Versicherungsbestätigung (eVB-Nummer),
  • die Einzugsermächtigung für die Kfz-Steuer und
  • Ihre alten Nummernschilder, damit diese entwertet werden können.
Tipp: Möchten Sie Ihr altes Nummernschild gegen ein Wunschkennzeichen austauschen, haben Sie häufig die Möglichkeit, sich die gewünschte Kombination aus Buchstaben und Zahlen bereits online zu reservieren – natürlich nur, wenn diese verfügbar sein sollte. In diesem Fall empfiehlt es sich, die Bestätigung der Reservierung ausgedruckt mitzubringen, um sie der Zulassungsstelle vorlegen zu können.

Übrigens: Möchten Sie nach einem Umzug Ihr Kennzeichen nicht ändern, sondern behalten, ist es gemäß § 13 Absatz 3 FZV nicht notwendig, die Zulassungsbescheinigung Teil II bzw. den Fahrzeugbrief bei der zuständigen Zulassungsstelle vorzulegen. Geht es lediglich darum, Ihr Kfz umzumelden, und nicht darum, Ihr Autokennzeichen zu ändern, fallen die Kosten außerdem geringer aus, da logischerweise keine neuen Nummernschilder benötigt werden.

Nummernschild ändern lassen: Welche Kosten fallen an?

Kfz-Kennzeichen ändern: Welche Kosten kann das verursachen?

Kfz-Kennzeichen ändern: Welche Kosten kann das verursachen?

Da die Kosten für eine Kennzeichenänderung von Bundesland zu Bundesland variieren können und sich zudem nach dem jeweiligen Aufwand richten, kann nicht genau gesagt werden, wie viel es kosten kann, ein Kennzeichen zu ändern.

Je nach Zulassungsbezirk müssen Sie normalerweise für die Ummeldung eines Fahrzeugs zwischen 20 und 30 Euro einkalkulieren. Die gleiche Preisspanne gilt in der Regel für die neuen Nummernschilder.

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