H-Kennzeichen: Das Nummernschild für Oldtimer

Fahrzeughalter, die in Besitz eines Oldtimers sind, können für dieses ein besonderes Kennzeichen, nämlich das H-Kennzeichen beantragen. Es unterscheidet sich zum Beispiel im Aussehen von normalen Nummernschildern und räumt dem Fahrzeughalter gewisse Sonderrechte ein.

FAQ: H-Kennzeichen

Was ist das H-Kennzeichen?

Der Buchstabe „H“ steht für Historisch. Das H-Kennzeichen kann ausschließlich für Oldtimer erworben werden. Welche Voraussetzungen dafür erfüllt sein müssen, erfahren Sie hier.

Welche Vorteile hat ein H-Kennzeichen?

Für Oldtimer mit H-Kennzeichen entfallen die Umweltauflagen, die Kfz-Steuer fällt niedriger aus und die Kosten für die Kfz-Versicherung sind geringer.

Wo und wie kann ein H-Kennzeichen beantragt werden?

Ein H-Kennzeichen können Sie bei einer Zulassungsstelle beantragen. Dafür wird ein Oldtimer-Gutachten benötigt.

Warum gibt es ein besonderes Kennzeichen für Oldtimer?

H-Kennzeichen: Welche Bedingungen muss mein Fahrzeug für den Erhalt eines Oldtimerkennzeichens erfüllen?
H-Kennzeichen: Welche Bedingungen muss mein Fahrzeug für den Erhalt eines Oldtimerkennzeichens erfüllen?
H-Kennzeichen: Welches Alter muss mein Oldtimer haben, damit ein Oldtimerkennzeichen beantragt werden kann?
H-Kennzeichen: Welches Alter muss mein Oldtimer haben, damit ein Oldtimerkennzeichen beantragt werden kann?

Das H-Kennzeichen gibt es bereits seit dem Jahr 1997. Es wurde damals eingeführt, um das automobile Kulturgut zu schützen.

Der Buchstabe “H” steht hierbei für historisch. Dieses Kennzeichen kann ausschließlich an Oldtimer angebracht werden.

Doch wann gilt ein Auto eigentlich als Oldtimer und welche Voraussetzungen müssen für die Beantragung eines H-Kennzeichens erfüllt sein? Worin unterscheidet sich ein Oldtimer-Kennzeichen von anderen Nummernschildern? Welche Vorteile haben H-Kennzeichen für Fahrzeughalter und wo kann der Antrag gestellt werden? Antworten auf diese Fragen erhalten Sie im Folgenden.

Voraussetzung für das H-Kennzeichen: Wann gilt ein Auto als Oldtimer?

Was ein Oldtimer genau ist, wird in der Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV) in § 2 geregelt:

Oldtimer: Fahrzeuge, die vor mindestens 30 Jahren erstmals in Verkehr gekommen sind, weitestgehend dem Originalzustand entsprechen, in einem guten Erhaltungszustand sind und zur Pflege des kraftfahrzeugtechnischen Kulturgutes dienen;

Wichtig ist also, dass das Fahrzeug seit der Zulassung für den Straßenverkehr nicht wesentlich verändert bzw. umgebaut wurde. Wurden in das Kfz wesentlich jüngere Fahrzeugteile wie beispielsweise ein neuer Motor eingebaut, kann das H-Kennzeichen durchaus auch verweigert werden.

Gut erhalten ist ein Fahrzeug, wenn es gut gepflegt wurde und weitestgehend rostfrei ist. Gebrauchsspuren wie Kratzer oder kleine Dellen stehen dem Erhalt eines H-Kennzeichens in der Regel nicht im Weg. Entscheidend ist außerdem, dass der Oldtimer jederzeit fahrtüchtig ist und einwandfreies Fahren gewährleistet.

Übrigens können nicht nur Autos als Oldtimer gelten, sondern auch Motorräder, Lkw oder Busse. Erhalten Youngtimer ein H-Kennzeichen? Als Youngtimer gelten Fahrzeuge, die mindestens 15 Jahre alt sind. Historische Kennzeichen erhalten diese aber nicht.

Wodurch zeichnet sich ein H-Kennzeichen aus?

Das H-Kennzeichen unterscheidet sich von anderen Nummernschildern bezüglich des Aussehens und räumt dem Oldtimer-Besitzer gewisse Vorteile gegenüber anderen Fahrzeughaltern ein.

H-Kennzeichen: Vorteile des Besitzes eines Oldtimer-Kennzeichens

Ein H-Kennzeichen an ein Fahrzeug anzubringen, verschafft den jeweiligen Fahrzeughaltern gewisse Vorteile. Da Ihr Fahrzeug zur Pflege des kraftfahrzeugtechnischen Kulturgutes beiträgt, erhält dieses einen besonderen Status und kann somit von Vergünstigungen und einer Befreiung von gewissen Auflagen profitieren.

Umweltauflagen entfallen für Oldtimer mit H-Kennzeichen

H-Kennzeichen: In die Umweltzone können Sie mit einem Oldtimerkennzeichen einfahren, Sie brauchen keine Umweltplakette.
H-Kennzeichen: In die Umweltzone können Sie mit einem Oldtimerkennzeichen einfahren, Sie brauchen keine Umweltplakette.

Seit Einführung der Umweltzonen, brauchen Fahrzeugführer, die in diese einfahren wollen, eine Umweltplakette.

Hat ein Fahrzeug keine Plakette, ist dem Fahrzeugführer das Einfahren in die Umweltzone untersagt und kann mit einem Bußgeld geahndet werden. Von dem Fahrverbot in der Umweltzone sind aber gewisse Fahrzeugtypen befreit.

Dazu zählen auch Oldtimer, die mit einem H-Kennzeichen ausgestattet sind, auch wenn diese über keinen Katalysator verfügen. Ist also ein H-Kennzeichen an Ihrem Fahrzeug angebracht, brauchen Sie keine grüne, gelbe oder rote Umweltplakette.

Kfz-Steuer fällt beim H-Kennzeichen niedriger aus

Auch bezüglich der Kfz-Steuer können Fahrzeughalter von Oldtimern mit H-Kennzeichen mit Vergünstigungen rechnen. Mit H-Kennzeichen bezahlen Sie für Ihr Auto einheitlich 191,74 Euro als Kfz-Steuer für Motorräder 46,04 Euro. Die steuerliche Vergünstigung erhalten Sie unabhängig vom Fahrzeugmodell.

Niedrigere Kosten für die Kfz-Versicherung

Fahrzeugversicherungen für Oldtimer mit H-Kennzeichen sind meist sehr viel günstiger als solche für normale Fahrzeuge. Eine Haftpflichtversicherung wird dabei immer auf den Oldtimer individuell zugeschnitten, so dass ein pauschaler Preis hierbei nicht genannt werden kann. Der genaue Preis für die Versicherung ist daher von verschiedenen Faktoren abhängig, wie zum Beispiel folgenden:

  • Alter des Oldtimers
  • Strecke, die pro Jahr mit dem Oldtimer zurückgelegt wird (10.000 Kilometer oder mehr)
  • Fahren Sie den Oldtimer auch im Alltag oder nutzen Sie für diesen Zweck ein anderes Fahrzeug?
  • Stellplatz des Oldtimers (Garage, Carport, etc.)

Bei der Vollkaskoversicherung erfolgt die Einstufung in der Regel je nach Alter des Oldtimers. Bei der Teilkaskoversicherung richtet sich dies nach dem Wert des Fahrzeugs.

Damit das Fahrzeug ausreichend versichert ist, sollten Sie darauf achten, dass die jeweilige Versicherungssumme mit dem Wert des Oldtimers jährlich steigt.

Wie sieht ein H-Kennzeichen aus?

Das H-Kennzeichen endet mit dem Buchstaben “H”.
Das H-Kennzeichen endet mit dem Buchstaben “H”.

Grundsätzlich sieht ein Oldtimerkennzeichen wie ein normales Nummernschild aus. Es hat dieselben Maße und verfügt am linken Rand über das Eurofeld, welches die Länderkennung ermöglicht. Es enthält wie alle anderen Kennzeichen auch die Stadtkennung des Zulassungsbezirks und die anschließende Buchstaben- und Zahlenreihe.

Der einzige Unterschied und das Besondere am H-Kennzeichen ist, das dies mit dem Buchstaben “H” endet, was dem H-Kennzeichen letztendlich auch seinen Namen verleiht. Die Gesamtzahl der Zeichen darf auch beim Oldtimerkennzeichen die Zahl 8 nicht überschreiten.

Wo kann ich ein H-Kennzeichen beantragen?

Ein Oldtimer-Kennzeichen kann bei der Zulassungsstelle beantragt werden. Voraussetzung für die Beantragung ist ein Oldtimer-Gutachten gemäß § 23 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO). Dieses Gutachten wird beispielsweise von Sachverständigen des TÜV ausgestellt. Folgende Unterlagen müsste außerdem bei einer Beantragung vorgelegt werden.

  • elektronische Versicherungsbestätigungsnummer (eVB-Nummer)
  • ausgefüllter Antrag
  • Oldtimer-Gutachten
  • Fahrzeugpapiere: Zulassungsbescheinigung Teil 1 und 2 (ehemals Fahrzeugschein und Fahrzeugbrief)
  • Nachweis über gültige HU und Abgasuntersuchung
  • Personalausweis
H-Kennzeichen – Kosten für die Anmeldung: Für die Beantragung eines H-Kennzeichens werden auch Kosten in Höhe von ungefähr 28 Euro erhoben. Für ein Wunschkennzeichen müssen Sie zusätzlich 11 Euro bezahlen.
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