Gelbe Umweltplakette: Wann bekommt mein Fahrzeug diese?

Umweltzonen sollen in deutschen Großstädten dafür sorgen, dass die Umwelt durch Abgase und Feinstaub weniger belastet wird. Daher dürfen nur Fahrzeugführer, die in Besitz einer Umweltplakette sind, diese Zonen befahren. Wo Sie in der Stadt mit Ihrem Fahrzeug fahren dürfen, ist abhängig von der Farbe der Plakette, die an der Windschutzscheibe angebracht ist.

FAQ: Gelbe Umweltplakette

Bekommt mein Fahrzeug noch die gelbe Umweltplakette?

Wenn in den Fahrzeugpapieren eine dieser Schlüsselnummern verzeichnet ist, erhalten Sie die gelbe Umweltplakette.

Wo finde ich die Schlüsselnummern, die mir sagen, ob mein Kfz die gelbe Umweltplakette bekommt?

Im alten Fahrzeugschein ist die Schlüsselnummer unter Zeile 14.1 vermerkt. Bei der neueren Zulassungsbescheinigung Teil 1 finden Sie diese unter Punkt 1.

Bringt mir die gelbe Umweltplakette noch was?

In fast allen Städten sind nur noch grüne Umweltplaketten in den Umweltzonen erlaubt. Derzeit gibt es noch eine Umweltzone in Neu-Ulm, bei der die gelbe Plakette benötigt wird.

Wozu dient die gelbe Umweltplakette?

Umweltzone: Die gelbe Plakette entspricht Schadstoffklasse 3.
Umweltzone: Die gelbe Plakette entspricht Schadstoffklasse 3.
Gelbe Umweltplakette: Die Umweltplakette 3 in Gelb erlaubt es Ihnen, dort zu fahren, wo es durch ein entsprechendes Schild angezeigt wird.
Gelbe Umweltplakette: Die Umweltplakette 3 in Gelb erlaubt es Ihnen, dort zu fahren, wo es durch ein entsprechendes Schild angezeigt wird.

Um der Luftverschmutzung entgegenzuwirken, gibt es in deutschen Großstädten sogenannte Umweltzonen, die nur von Fahrzeugen befahren werden dürfen, die im Besitz einer entsprechenden Plakette sind.

Diese Plaketten gibt es in verschiedenen Farben und werden an der Windschutzscheibe eines Fahrzeugs angebracht. Die Farbe der Plakette bestimmt, in welche Zonen Sie mit Ihrem Fahrzeug fahren dürfen.

Rot, Gelb oder Grün: Die Schadstoffklasse entscheidet darüber, welche Farbe die Plakette hat, die an Ihrem Fahrzeug angebracht werden soll. Im folgenden Ratgeber erfahren Sie, welche Fahrzeuge eine gelbe Umweltplakette bekommen, ob Sie mit dieser in eine Umweltzone fahren dürfen und wie die gelbe Plakette auf Grün umgerüstet werden kann.

Welche Fahrzeuge erhalten eine gelbe Umweltplakette?

Anhand der Schadstoffklasse Ihres Fahrzeugs wird entschieden, welche Plakette Sie erhalten. Dabei gilt: Je geringer der Feinstaubausstoß ist, desto höher ist die Schadstoffgruppe, in die sie eingeordnet werden. Die Umweltplakette in Gelb erhalten Dieselfahrzeuge mit der Schadstoffklasse 3. Diese ist die zweitbeste Schadstoffgruppe nach der Schadstoffklasse 4, die der grünen Feinstaubplakette entspricht. Die rote Plakette erhalten Sie bei Schadstoffklasse 2. Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass Sie gar keine Plakette erhalten.

Die gelbe Umweltplakette erhalten vorwiegend Euro-3-Dieselfahrzeuge und Euro-2-Dieselfahrzeuge mit Partikelfilter. Die Schlüsselnummer entscheidet darüber, ob auch Ihr Fahrzeug eine gelbe Umweltplakette erhält. Diese Nummer können Sie der Zulassungsbescheinigung Teil 1 (ehemals Fahrzeugschein) entnehmen. Hierbei sind die letzten zwei Ziffern maßgeblich. An Besitzer von Dieselfahrzeugen mit folgenden Schlüsselnummern wird eine Feinstaubplakette in Gelb ausgegeben:

  • 30
  • 31
  • 36
  • 37
  • 42
  • 44-52
  • 72
Wo genau steht die Schlüsselnummer? Im alten Fahrzeugschein finden Sie die Nummer in Teil 1 unter 14.1. In der neuen Zulassungsbescheinigung Teil 1 steht die Schlüsselnummer unter dem Punkt „zu 1”.

Woher bekomme ich eine gelbe Umweltplakette?

Die Plakette in gelb können Sie beispielsweise bei einer TÜV-Station oder online erwerben.
Die Plakette in gelb können Sie beispielsweise bei einer TÜV-Station oder online erwerben.

Um eine Umweltplakette, egal in welcher Farbe, zu erhalten, können Sie entweder die nächste TÜV-Station aufsuchen oder die Plakette online erwerben. Dazu müssen Sie ein Formular ausfüllen und so die Plakette bestellen. Diese wird Ihnen dann zugesandt.

Die Umweltplakette wird an der Windschutzscheibe angebracht, wo sie einerseits von außen gut sichtbar ist und andererseits von innen nicht die Sicht versperrt. Die Sicht auf den Straßenverkehr wird am wenigsten beeinträchtigt, wenn die Plakette sich rechts oben oder rechts unten auf der Windschutzscheibe befindet.

Wie viel kostet die Umweltplakette? Die Kosten für die Feinstaubplakette belaufen sich auf 5 bis 10 Euro. Die Farbe der Plakette spielt dabei keine Rolle – die gelbe Umweltplakette kostet ebenso viel wie die rote oder die grüne. Ist die Plakette beschädigt und das Kennzeichen nicht mehr lesbar, sollten Sie diese austauschen, da diese dadurch ihre Gültigkeit verliert.

Darf ich mit gelber Plakette in eine Umweltzone fahren?

In eine Umweltzone dürfen Sie mit Ihrem Fahrzeug nur fahren, wenn dieses bestimmte Abgasstandards einhält. Dies ist in der Regel der Fall, wenn Ihr Kfz mit einer grünen Feinstaubplakette gekennzeichnet ist. „Mein Fahrzeug hat aber eine gelbe Plakette, darf ich in die Umweltzone fahren?“

In eine Umweltzone dürfen Sie mit einer gelben Plakette dann einfahren, wenn dies auf einem Schild mit einem gelben Kreis und dem darunter stehenden Wort „frei” angezeigt wird. Ist dies nicht der Fall dürfen Sie mit der gelben Plakette nicht in Bereiche einfahren, die nur für Fahrzeuge mit grüner Plakette zu befahren sind. Andernfalls droht ein Bußgeld.

Allerdings gibt es in Deutschland nur noch eine einzige Umweltzone, in die Sie mit gelber Plakette einfahren dürfen, nämlich in Neu-Ulm.

Gelbe Umweltplakette: Droht eine Strafe, wenn ich mit einer gelben Feinstaubplakette in eine Zone einfahre, die nicht für gelbe Plaketten zugelassen ist? Ist eine falsche oder gar keine Plakette an Ihrem Fahrzeug angebracht, kann das teuer werden. Fahren Sie in eine Umweltzone ohne entsprechende Plakette ein, kann das ein Bußgeld von 80 Euro nach sich ziehen. Sie erhalten aber keine Punkte in Flensburg.

Was muss ich tun, um die gelbe Plakette zu erhalten?

Haben Sie die rote oder gar keine Plakette, wollen Sie gegebenenfalls durch eine Aufrüstung zumindest die gelbe Plakette erhalten. Das ist durchaus möglich, denn auch um in Schadstoffklasse 3 aufzusteigen, können Sie nachrüsten. Haben Sie nachgerüstet, wird das in Ihrer Zulassungsbescheinigung Teil 1 vermerkt. Auch dafür gibt es dann eine entsprechende Schlüsselnummer. Diesel mit Partikelminderungsstufe erhalten bei folgenden Schlüsselnummern eine Feinstaubplakette in Gelb:

  • 14
  • 16
  • 18
  • 21-22
  • 25-29
  • 34-35
  • 40-41
  • 71
  • 77
Haben Sie gar keine oder eine rote Plakette, kann hier die Umrüstung nützlich sein. Steigt Ihr Fahrzeug in eine höhere Schadstoffklasse auf, sparen Sie nämlich auch Steuern. Die Steuer ist bei der gelben Umweltplakette nämlich deutlich geringer bemessen als bei niedrigeren Schadstoffklassen.

Gelbe Plakette auf Grün umrüsten – geht das?

Hat Ihr Kfz eine gelbe Plakette, können Sie diese auch auf Grün umrüsten.
Hat Ihr Kfz eine gelbe Plakette, können Sie diese auch auf Grün umrüsten.

Wollen Sie mit Ihrem Fahrzeug trotz allem in eine Umweltzone fahren, können Sie dies tun, indem Sie die gelbe Umweltplakette auf Grün umrüsten. Um die Schadstoffklasse 4 zu erreichen, muss die Schadstoffemission Ihres Fahrzeugs reduziert werden. Dazu eignet sich beispielsweise ein Rußfilter.

Wollen Sie sich mit Ihrem Fahrzeug in der Stadt frei bewegen, ist eine Umrüstung durchaus empfehlenswert. Denn die gelbe Umweltplakette kann so manchen Autofahrer in seiner Bewegungsfreiheit einschränken. Mit der grünen Plakette können Sie hingegen alle Bereiche der Stadt befahren.

Ein Nachteil ist hierbei natürlich, dass bei einer Umrüstung gewisse Kosten auf Sie zukommen. Eine Umrüstung ist zudem nicht bei jedem Fahrzeug möglich. Ist dies der Fall, kann es sein, dass für solche Fahrzeuge das Fahrverbot in der Umweltzone durch eine allgemeine Ausnahmeverordnung aufgehoben wird. Auch Städte und Kommunen können eigene Ausnahmeregelungen aufstellen.

Eine Ausnahme kann zum Beispiel gemacht werden, wenn es sich um einen Oldtimer handelt, der ein H- oder ein 07-Kennzeichen hat. Dies kann außerdem für land- und forstwirtschaftliche Zugmaschinen gelten. Auch zwei- und dreirädrige Kraftfahrzeuge sind nicht betroffen.

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