Transit-Fahrverbote in Österreich: Ausweichstrecken sind für Durchreisende gesperrt

News veröffentlicht am 24. Juni 2019

Laut der Tourismusanalyse 2019 der BAT-Stiftung für Zukunftsfragen plant im Jahr 2019 jeder dritte Deutsche, seinen Haupturlaub innerhalb Europas zu verbringen. Besonders beliebt sind unter anderem Italien und Österreich. Dabei handelt es sich um Destinationen, die viele Urlauber mit dem eigenen Auto anfahren. Dabei kann es nun zu Problemen kommen: Es wurden Transit-Fahrverbote in Österreich eingerichtet.

Urlauber möchten Staus und Mautgebühren vermeiden

Wo gelten die Transit-Fahrverbote in Österreich?
Wo gelten die Transit-Fahrverbote in Österreich?

Wer auf österreichischen Autobahnen und Schnellstraßen unterwegs ist, muss – bis auf wenige Ausnahmen – dafür Mautgebühren bezahlen. Im Reiseverkehr kommt es auf den genannten Straßen außerdem häufig zu langen Staus. Um Zeit oder Geld zu sparen, weichen viele Fahrer deshalb auf die Landstraßen aus. Das führt wiederum dazu, dass die Ausweichstrecken überfüllt sind, was die Anwohner stark belastet.

Um diesen Ausweichverkehr zu unterbinden, wurden nun Transit-Fahrverbote in Österreich eingeführt. Zunächst gelten diese nur in Tirol entlang der Inntal- und Brennerautobahn. Die Landstraßen darf dort nur befahren, wer in der Nähe wohnt oder ein Ziel in der Umgebung ansteuert. Betroffen sind unter anderem die folgenden Straßen:

  • L9
  • L11
  • L13
  • L32
  • L38

Diese Regelung soll bis Mitte September greifen. Zu beachten ist, dass die Verbote jedoch nicht täglich, sondern nur an den Wochenenden gelten. Die Transit-Fahrverbote in Österreich sollen zusätzlich in den nächsten Wochen ausgeweitet werden. Auch die Bezirke Reutte und Kufstein könnten bald betroffen sein.

Die Transit-Fahrverbote in Österreich verschärfen den Streit, der momentan zwischen Deutschland und der Alpenrepublik schwelt. Österreich hatte gegen die Pläne, eine Pkw-Maut in Deutschland einzuführen, geklagt. Der Europäische Gerichtshof entschied in diesem Zusammenhang jüngst, dass die Maut in der geplanten Form nicht mit EU-Recht vereinbar sei, da ausländische Fahrer dadurch diskriminiert würden.

Wie teuer ist die Maut in Österreich?

Die Transit-Fahrverbote in Österreich sollen vermeiden, dass Fahrer die Maut umgehen.
Die Transit-Fahrverbote in Österreich sollen vermeiden, dass Fahrer die Maut umgehen.

Die Transit-Fahrverbote in Österreich sollen also unter anderem verhindern, dass Autofahrer auf Landstraßen ausweichen, um keine Maut zahlen zu müssen. Doch welche Regelungen gelten eigentlich bezüglich der Maut in Österreich?

Grundsätzlich gilt, dass für das Befahren fast aller Schnellstraßen und Autobahnen Mautgebühren anfallen. Fahrer müssen eine Vignette erwerben. Die Kosten richten sich dabei nicht nach der zurückgelegten Strecke.

Vielmehr werden die Gebühren für eine gewisse Dauer entrichtet. Dabei stehen die folgenden Optionen zur Wahl:

G­ültig­keit der Vig­nettePkwGe­spannMotor­radWohn­mobil (bis 3,5 t)
10 Tage9,209,205,309,20
2 Monate26,8026,8013,4026,80
Jah­resvig­nette89,2089,2035,5089,20
Alle Anga­ben in Euro, Stand Jan­uar 2019.

Bildnachweise: fotolia.com/© f9photos, fotolia.com/© Zoschy

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (52 Bewertungen, Durchschnitt: 4,42 von 5)
Loading...

Das könnte Sie auch interessieren

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.