Messprotokoll beim Blitzer: Ein entscheidender Nachweis

Ein Bußgeldbescheid ist oft mit unangenehmen Sanktionen verbunden. In manchen Situationen ermöglicht ein Einspruch gegen den Bescheid, sich diesem zu entziehen. Dabei spielt vor allem das Messprotokoll zum Blitzer eine Rolle, da es viele wichtige Informationen zur entscheidenden Messung enthält.

Oft lohnt es sich, das Messprotokoll zum Blitzer genau zu prüfen

Das Messprotokoll beim Blitzer ist Pflicht und kann auf Messfehler hindeuten.

Das Messprotokoll beim Blitzer ist Pflicht und kann auf Messfehler hindeuten.


Ein fehlerhaftes Messprotokoll zu einem Blitzer kann das dazugehörige Messergebnis unglaubwürdig erscheinen lassen.

Ein fehlerhaftes Messprotokoll zu einem Blitzer kann das dazugehörige Messergebnis unglaubwürdig erscheinen lassen.

Betroffene, die sich gegen unrechtmäßig auferlegte Sanktionen wehren wollen, wenden sich am besten direkt an einen Anwalt für Verkehrsrecht. Dieser weiß genau, auf welche Aspekte Bußgeldbescheide untersucht werden können und wo Ansatzpunkte für einen Einspruch zu finden sind.

So gibt es bestimmte Daten, die in jedem Bescheid enthalten sein müssen. Dazu zählen die persönlichen Angaben des Betroffenen, die Bezeichnung des Tatbestandes inklusive Ort und Zeit der Tat sowie Hinweise zur Zahlungsfrist.

Fehlen solche essentiellen Angaben, liegt ein Verstoß gegen § 66 Ordnungswidrigkeitengesetz (OWiG) vor und es besteht ein Ansatzpunkt für den Einspruchsvorgang.

Nicht zuletzt sind Beamte, bei jeder Messung verpflichtet, ein Messprotokoll zum jeweiligen Blitzer zu erstellen. Im nächsten Abschnitt erfahren Sie, welche wichtigen Daten dieses Dokument enthält und inwiefern es Ihnen bei Einsprüchen behilflich sein kann.

Die wertvollen Daten im Messprotokoll

Ein Einspruch gegen einen Bußgeldbescheid wird oft dann gewagt, wenn sich Betroffene zu Unrecht gemaßregelt fühlen oder Sanktionen wie ein Fahrverbot wichtige Lebensabläufe, wie die Fahrt zur Arbeit, bedrohen. Doch auch Einsprüche, die über einen Anwalt erwirkt werden, müssen auf guten Gründen basieren. Diese offenbaren sich jedoch nicht immer sofort. In solchen Fällen kann es sinnvoll sein, bei der Polizei Akteneinsicht zu beantragen und somit auch einen Blick auf das Messprotokoll zum Blitzer werfen zu können. Dieses enthält mitunter die folgenden Daten:

  • den Namen des Blitzers und seine Betriebsart
  • das Datum der Messung inklusive der Uhrzeit von Messbeginn und Messende
  • den Tag, bis zu dem die letzte Eichung gültig ist
  • den Ort der Messung
  • die gemessene Geschwindigkeit des Fahrzeugs
  • den Namen des Messbeamten inklusive seiner Unterschrift

Sie sollten das Messprotokoll zu dem Blitzer, der Sie erfasst hat, genau prüfen. Daraus können sich nämlich mehrere Ansatzpunkte für den gewünschten Einspruch ergeben. Die folgenden Fragen sollten beantwortet werden:

Ein Messprotokoll, das zum Blitzer gehört, kann beim Einspruch gegen einen Bußgeldbescheid  nützlich sein.

Ein Messprotokoll, das zum Blitzer gehört, kann beim Einspruch gegen einen Bußgeldbescheid nützlich sein.

Lassen die Aufzeichnungen im Messprotokoll den Eindruck entstehen, dass es zu einem Messfehler gekommen ist?

Sorgt eine abgelaufene Eich-Plakette für Ungenauigkeit beim Blitzer? Haben die zuständigen Beamten Fehler bei der Bedienung gemacht?

Oder fehlen etwa essentielle Formalitäten wie die Unterschrift des zuständigen Beamten oder die Uhrzeit des Messbeginns?

Das geschulte Auge eines Anwalts für Verkehrsrecht erkennt schnell im Messprotokoll, ob der Blitzer, der verwendet wurde, als unglaubwürdig eingestuft werden kann. Ist dies der Fall, lohnt es sich womöglich, gegen den Bußgeldbescheid der Verkehrsbehörde Einspruch einzulegen. Im besten Fall kann die Schuld des Betroffenen nicht bewiesen werden, wodurch alle Sanktionen entfallen.
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