Mit einem CDT-Test Alkohol im Körper aufspüren

Über den CDT-Wert kann Alkohol im menschlichen Organismus nachgewiesen werden, wobei nur wenige Störfaktoren das Potential besitzen, Messfehler zu verursachen. Die erhöhten Werte nehmen erst nach Abstinenzbeginn bzw. der Reduzierung der Alkoholmenge wieder ab.

Wie funktioniert ein CDT-Alkoholtest?

Ertappt mit hohem CDT-Wert: Eine MPU wird nicht selten angeordnet, wenn Alkohol am Steuer extreme Züge annimmt.

Ertappt mit hohem CDT-Wert: Eine MPU wird nicht selten angeordnet, wenn Alkohol am Steuer extreme Züge annimmt.


Ein CDT-Test kann Alkohol, der chronisch konsumiert wird, nachweisen.

Ein CDT-Test kann Alkohol, der chronisch konsumiert wird, nachweisen.

Die Abkürzung CDT steht für „Carbohydrate Deficient Transferrin“. Dabei handelt es sich um eine besondere Form des Proteins Transferrin, welches im menschlichen Körper vorkommt und normalerweise für die Eisenbindung zuständig ist. Doch das Protein dient auch der Verfolgung von Verstößen im Straßenverkehr: Das liegt daran, dass es bei Alkoholkonsum vermehrt auftritt. Daraus folgt, dass die Erfassung vom CDT-Wert es möglich macht, Alkohol, wenn dieser über einen längeren Zeit konsumiert wird, im Körper nachzuweisen.

Entsprechend nutzen Beamte CDT als Alkoholmarker, um darüber zu erfahren, ob die Testperson in letzter Zeit unerlaubt „getankt“ hat. Die Überprüfung vom Carbohydrate-Deficient-Transferrin-Wert wird allgemeinhin als bester Kurzzeitmarker angesehen. Dadurch ergibt es sich, dass der CDT-Blutwert bezüglich Alkohol am Steuer häufiger kontrolliert wird als andere Parameter. Die Werte fallen bei den betroffenen Personen auch erst wieder, wenn diese abstinent leben.

Gerade chronischer Alkoholismus kann generell nur schwer nachgewiesen werden. Da hilft der CDT-Wert, der Alkohol auch über längere Zeit aufspürt, den zuständigen Beamten sehr.

Die Verlässlichkeit von CDT: Ist Alkohol damit immer nachweisbar?

Wie bereits erwähnt, gilt der CDT-Wert bei Alkohol als sehr verlässlicher Parameter. Es ist jedoch möglich, dass eine schwere Leberinsuffizienz, ausgelöst durch chronische Virushepatitis, die Leberwerte verfälscht. Alkohol durch CDT-Werte lässt sich dann kaum nachweisen. Darüber hinaus existieren einige andere Szenarien, in denen die Überprüfung vom Carbohydrate Deficient Transferrin erschwert wird.

  • Betroffene leiden an der „primär biliären Cholangitis“, einer seltenen autoimmunen Leberkrankheit.
  • Transferrin liegt in der seltenen D-Variante vor.
  • Testpersonen leiden an einer ebenfalls nicht oft auftretenden angeborenen Erkrankung der sogenannten Glykosylierung.
Die CDT-Bestimmung von Alkohol ist in diesen Fällen nicht möglich. Der Grund dafür ist simpel: Der CDT-Wert ist sicher erhöht, auch ohne dass Alkohol überhaupt konsumiert wird. Doch die genannten Leiden sind innerhalb der Bevölkerung nur dünn gesäht, wodurch die Effizient der Testmethode trotz alledem hoch ausfällt.
Das Protein CDT dient als Alkoholmarker. Der Konsum anderer Drogen kann darüber jedoch nicht nachgewiesen werden.

Das Protein CDT dient als Alkoholmarker. Der Konsum anderer Drogen kann darüber jedoch nicht nachgewiesen werden.

Die CDT-Alkohol-Messmethode besitzt folglich bei der Beurteilung von gefährlichen Rauschzu­ständen eine hohe Beweiskraft, was auch schon gerichtlich bestätigt wurde. Unter anderem das Oberverwaltungsgericht Münster sprach sich schon für diese Methode aus (Az. 13 B 177/10). Wurden Sie aufgrund eines CDT-Tests überführt und mit Sanktionen bestraft? Ein Anwalt für Verkehrsrecht kann Ihnen eventuell helfen und beispielsweise ein Fahrverbot in eine Geldstrafe umwandeln. Die Erfolgschancen sind jedoch für gewöhnlich vom Einzelfall und vom Alkomat abhängig.

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