Gamma-GT (GGT): Alkohol im Körper über ein Enzym nachweisen

Das durch Galle und Leber beeinflusste Enzym Gamma-GT wird durch Alkohol verändert. Dadurch kann anhaltender Alkoholmissbrauch nachgewiesen werden, was auch Beamten bei der Verfolgung von Verkehrssündern dienlich ist.

So können Ärzte über den GGT-Wert den Konsum von Alkohol erkennen

Es kommt zur Erhöhung des Gamma-GT-Wertes, wenn Alkohol dem Organismus zugeführt wird.

Es kommt zur Erhöhung des Gamma-GT-Wertes, wenn Alkohol dem Organismus zugeführt wird.


Gamma-GT: Alkoholiker weisen oft einen höheren Gehalt des Enzyms auf.

Gamma-GT: Alkoholiker weisen oft einen höheren Gehalt des Enzyms auf.

Verschiedene Werte ermöglichen es, Alkoholmissbrauch und auch den Alkoholpegel, den eine Person zu einem bestimmten Zeitpunkt besitzt, nachzuweisen.

So sind im Verkehrsrecht Promillegrenzen besonders bedeutsam, dienen diese doch den Beamten als Maßstab, um damit Alkoholsünder für ihre Verstöße zu sanktionieren.

In einer Laborumgebung können jedoch auch andere Überprüfungen diesbezüglich stattfinden, wie die vom Gamma-GT-Wert. Alkohol, der konsumiert wird, beeinflusst nämlich dieses Enzym, das eigentlich „Gamma-Glutamyl-Transferase“ genannt wird. Die Gallengänge der Leber spielen dabei eine wichtige Rolle. Sie befördern die Gallenflüssigkeit, welche viel von dem Enzym enthält.

GGT-Werte, welche Alkohol durchaus beeinflusst, sind in der Medizin vor allem relevant, wenn Ärzte Krankheiten im Bereich des Herzens, der Niere oder der Bauchspeicheldrüse vermuten. Hohe Gamma-GT-Werte können einen Alkoholiker zwar entlarven, sind aber eben auch Lebermarker für entsprechende Erkrankungen.

So gestaltet sich die Ursachenbestimmung nicht selten schwierig, wenn ein hoher Gamma-GT-Wert vorliegt. Alkohol in Form von einem Glas Wein oder Bier kann diesen schon deutlich ansteigen lassen. Dasselbe gilt aber auch für bestimmte Medikamente oder eben Krankheiten in den genannten Bereichen. Da Galle und Leber von so vielen Faktoren beeinflusst werden, ist es oft nicht möglich, nur mit einem Gamma-GT-Test Alkohol im Körper bzw. den zurückliegenden Konsum dieser Substanz zu bestimmen.

Folglich können Laboranten auch andere Werte, beispielsweise den CDT-Wert, nutzen, um genauere Ergebnisse zu erzielen.

Verkehrsrechtliche Konsequenzen

Ein hoher GGT-Wert deutet auf Alkohol hin, was bei Abstinenzauflagen die Wiedererteilung der Fahrerlaubnis erschweren kann.

Ein hoher GGT-Wert deutet auf Alkohol hin, was bei Abstinenzauflagen die Wiedererteilung der Fahrerlaubnis erschweren kann.

Unabhängig davon, ob Verkehrsverstöße mit Alkohol durch den Gamma-GT-Wert durch andere Testmethoden aufgedeckt werden:

Steht fest, dass alkoholisierte Personen ein Kraftfahrzeug geführt haben, hat das ernsthafte Konsequenzen.

Verstoßen Fahrer das erste Mal gegen die 0,5-Promillegrenze, drohen Ihnen beispielsweise ein Bußgeld von 500 Euro, ein Monat Fahrverbot und zwei Punkte in Flensburg.

Weiterhin gehen Verkehrsbeamte ab einer Blutalkoholkonzentration von 1,1 Promille von einer absoluten Fahruntüchtigkeit aus. Mit Bußgeldern ist es dann nicht mehr getan. Setzen sich so berauschte Personen ans Steuer, riskieren sie eine hohe Geldstrafe oder sogar eine Freiheitsstrafe.

Auch die Anordnung zur Teilnahme an einer MPU ist in einem solchen Fall nicht ungewöhnlich. Dazu können unregelmäßig Alkoholabstinenznachweise gefordert werden. In einem solchen Fall können zuständige Beamte mithilfe des Gamma-GT-Werts auf Alkohol und dessen Konsum in der nahen Vergangenheit prüfen. Wer dabei erwischt wird, wie er ergegen Auflagen verstößt, wird echte Schwierigkeit dabei haben, seine entzogene Fahrerlaubnis zurückzubekommen.
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