Amphetamin: Nachweisbarkeit von Aufputschmitteln

Amphetamin bezeichnet sowohl eine Gruppe von Stoffen als auch ihren prominentesten Vertreter. Die Substanzen aus der Stoffgruppe der Amphetamine werden in der Medizin zur Behandlung von Narkolepsie und Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) verwendet. Durch ihre aufputschende und aktivierende Wirkung sind sie außerdem in der Partyszene sehr beliebt. Unter Namen wie Pep oder Speed ist Amphetamin in deutschen Clubs weit verbreitet. Doch sind sie gut erforscht und so hat Amphetamin eine gute Nachweisbarkeit und kann schnell identifiziert werden.

FAQ: Amphetamin-Nachweisbarkeit

Was sind Amphetamine und wie wirken sie?

Speed, Pep, Dex, Bennies und Jollies sind alles Amphetamine und wegen ihrer aufputschenden Wirkung besonders als Partydroge beliebt. Diese Stoffe ähneln strukturell dem Adrenalin und Dopamin. Sie erhöhen das Unfallrisiko, weil Konsumenten Risiken nicht mehr richtig einschätzen können.

Sind Amphetamine nachweisbar?

Diese Substanzen sind z. B. im Schnelltest sowohl im Blut als auch im Urin nachweisbar, werden jedoch relativ schnell verstoffwechselt.

Was passiert, wenn ich mit Amphetaminen am Steuer erwischt werde?

Ob Amphetamine oder andere Drogen am Steuer – wer bei einer Kontrolle erwischt und positiv getestet wurde, muss oft für eine Weile auf die Fahrerlaubnis verzichten und sich einer MPU unterziehen. Abgesehen davon drohen auch Bußgelder und Punkte.

Amphetamine wie Speed oder Pep sind illegal.
Amphetamine wie Speed oder Pep sind illegal.

Wie wirken Amphetamine im Blut?

Strukturell ist Amphetamin dem körpereigenen Adrenalin und Dopamin sehr ähnlich. Nach dem Konsum tritt die Wirkung schnell ein. Müdigkeit verfliegt und lange Nächte sind selbst nach langen Arbeitstagen noch möglich. Doch auch außerhalb der Partyszene ist Amphetamin ein verbreitetes Aufputschmittel.

Auch unter Fernfahrern und Sportlern werden Amphetamine verwendet, um über die Leistungs- und Belastungsgrenze hinaus arbeiten zu können. Da unterschiedliches Amphetamin eine unterschiedliche Nachweisbarkeit im Drogentest hat, werden von Ort zu Ort andere Stimulanzien aus dieser Gruppe bevorzugt. Amphetamine, die schlechter nachweisbar sind, werden beispielsweise bei dopenden Sportlern bevorzugt.

Bekannte Bezeichnungen für Amphetamine:

  • Speed, Pep, Amphe, Dex, Adderall, Bennies, Jollies
Der Konsum von Amphetamin erhöht das Risiko für einen Unfall.
Der Konsum von Amphetamin erhöht das Risiko für einen Unfall.

Durch die stimulierende Wirkung im Gehirn und im Rückenmark fühlen sich die Konsumenten wach und konzentriert. Hunger, Durst und andere Bedürfnisse rücken genauso in den Hintergrund wie Schmerzen.

Es entsteht eine euphorische Grundstimmung, die mit einer verminderten Fähigkeit Risiken zu bewerten einhergeht, wenn Amphetamin konsumiert wurde.

Nachweisbarkeit von Amphetamin

Der anregende Effekt wirkt nicht nur auf die gefühlte Wachheit, sondern regt den gesamten Kreislauf an. Der Stoff, der eh schon schnell umgewandelt wird, wird so noch schneller verstoffwechselt. Daraus resultieren relativ kurze Zeitspannen, in denen es möglich ist, Amphetamine im Blut nachzuweisen.

Nachweisdauer im Blut:

  • Methamphetamin Nachweis – 24 bis 72 Stunden
  • Amphetamin Nachweis – 8 bis 24 Stunden

Wegen seiner Wirkung und Nebenwirkung sucht die Polizei bei Kontrollen auch nach Amphetamin. Die Nachweisbarkeit ermöglicht es, Amphetamin mit einem Schnelltest aufzuspüren und Verkehrsteilnehmer, die mit Drogen am Steuer sitzen, mit Bußgeldern und Fahrverboten zu sanktionieren.

Amphetamine sind im Urin länger nachweisbar als im Blut. So kann ein Drogentest auf Amphetamin im Urin noch bis zu einer Woche nach dem Konsum ein positives Ergebnis produzieren. Auch hier ist die Dauer der Nachweisbarkeit vom spezifischen Amphetamin abhängig, das konsumiert wurde.

Nachweisdauer im Urin:

  • Amphetamin Nachweis – 1 bis 3 Tage (bis hin zu 1 Woche)
  • Methamphetamin Nachweis – 1 bis 4 Tage (bis hin zu 1 Woche)

Wird bei einer Verkehrskontrolle mit einem Schnelltest Amphetamin nachgewiesen, folgt unweigerlich die Anordnung einer Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU). Dort werden mehrere kostenintensive Drogenscreenings durchgeführt, um über einen längeren Zeitraum die Abstinenz von Speed, Pep und anderen Amphetaminen zu belegen.

Langzeitfolgen und Wechselwirkung mit anderen Substanzen

Amphetamin in Kombination mit anderen Drogen kann unberechenbar wirken.
Amphetamin in Kombination mit anderen Drogen kann unberechenbar wirken.

Im Mischkonsum sind Amphetamine nachweisbar gefährlich. Die Wirkung auf den Kreislauf führt zu einer gesteigerten Empfindlichkeit gegenüber Alkohol. Das Rauschgefühl durch den Alkohol wird reduziert, während die Aufnahme erhöht ist. Dadurch ist das Risiko einer Alkoholvergiftung oder gefährlicher Kreislaufzusammenbrüche stark erhöht.

Als Folge von einem ausgedehnten Amphetaminkonsum zeigen sich beim Konsumenten schwere Schäden. Neben einer psychischen Abhängigkeit und der Notwendigkeit steigender Dosen bilden sich durch andauernden Konsum sowohl körperliche als auch psychische Erscheinungen. Abgesehen von der Magerkeit, die mit der appetitzügelnden Wirkung einhergeht, sind auch Krämpfe, Schlaganfälle, Nierenversagen und Muskelzerfall mögliche Folgen eines langen Amphetaminkonsums.

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