Hitzeschäden auf Autobahnen: In Sachsen-Anhalt gelten neue Tempolimits

News veröffentlicht am 25. Juni 2019

Es ist der heißeste Juni seit Beginn der Aufzeichnungen und laut Wettervorhersage könnte am morgigen Mittwoch sogar der deutsche Temperaturrekord von 40,3 Grad Celsius geknackt werden. Gesundheitsexperten warnen vor Hitzschlägen und Kreislaufschwächen. Doch nicht nur den Menschen, sondern auch den Straßen drohen Hitzeschäden. Für mehrere Autobahnen wurden deshalb vorübergehend neue Geschwindigkeitsbegrenzungen festgelegt.

Welche Autobahnen sind betroffen und welche Höchstgeschwindigkeiten gelten dort?

Drohende Hitzeschäden auf Autobahnen machen vorübergehend neue Tempolimits notwendig.
Drohende Hitzeschäden auf Autobahnen machen vorübergehend neue Tempolimits notwendig.

Kommt es zu Hitzeschäden auf Autobahnen, platzt deren Fahrbahnbelag auf und es entstehen Risse und Wölbungen. Diese können zu schweren Unfällen führen, insbesondere bei hohen Geschwindigkeiten.

Aus diesem Grund gelten derzeit auf mehreren Autobahnen in Sachsen-Anhalt geringere Geschwindigkeitsbegrenzungen, die Sie der folgenden Tabelle entnehmen können:

Wo?Wie schnell?
A9 Richtung Leipzig zwischen Schkeuditzer Kreuz und Halle120 km/h
A9 Richtung München zwischen Naumburg und Droyßig100 km/h
A9 im Bereich Weißenfels100 km/h
A38 Richtung Göttingen zwischen Merseburg-Süd und Merseburg-Nord120 km/h
A38 im Bereich Merseburg120 km/h
A38 Richtung Leipzig zwischen Lützen und der Grenze zu Sachsen120 km/h

Doch nicht nur in Sachsen-Anhalt drohen Hitzeschäden auf den Autobahnen. In Rheinland-Pfalz hat die Autobahnmeisterei die Kontrollfahrten verstärkt, um zu prüfen, ob die Fahrbahn durch die Temperaturen in Mitleidenschaft gezogen wurde. Diese Gefahr besteht auf den Autobahnen 1, 3, 6 und 63. Bisher hat das Land Rheinland-Pfalz aber noch keine neuen Geschwindigkeits­begrenzungen bekanntgegeben.

So kommt es zu Hitzeschäden auf Autobahnen

Hitzeschäden auf Autobahnen können zu schweren Unfällen führen.
Hitzeschäden auf Autobahnen können zu schweren Unfällen führen.

Straßenschäden in Folge von Hitze werden als „Blow-ups“ bezeichnet. Steigen die Temperaturen innerhalb kurzer Zeit stark an und hält diese Hitze mindestens ein paar Tage an, dehnt sich der Belag auf der Fahrbahn aus und beginnt sich zu wölben, bis er aufplatzt.

Straßen aus Asphalt sind davor gefeit, da dieses Material flexibel genug ist. Deshalb treten derartige Hitzeschäden nur bei Autobahnen aus Beton auf. Damit sind vor allem ältere Fahrbahnen betroffen.

Zu Blow-ups kommt es insbesondere dann, wenn die Betonfahrbahn bereits Mängel aufweist oder nicht ausreichend instand gehalten wurde. Weitere Informationen zu dem Phänomen können Sie dem folgenden Video entnehmen:

Bildnachweise: fotolia.com/mitifoto, fotolia.com/Matthias Buehner

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